FSV Frankfurt bestätigt: Möhlmann neuer Trainer

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Benno Möhlmann

Frankfurt/Main - Benno Möhlmann soll den FSV Frankfurt vor dem Abstieg aus der 2. Fußball-Bundesliga bewahren.

Ein alter Fahrensmann ist der neue Frankfurter Feuerwehrmann: Der routinierte Zweitliga-Trainer Benno Möhlmann soll den FSV Frankfurt vor dem Abstieg in die 3. Liga bewahren. Nur vier Tage nach der Entlassung von Hans-Jürgen Boysen haben die Hessen, die auf dem Relegationsplatz überwintern müssen, den 57-Jährigen verpflichtet. Möhlmann erhält einen Vertrag bis zum Saisonende, der sich im Fall des Klassenerhalts um ein Jahr verlängert.

„Wir haben definitiv unseren Wunschkandidaten verpflichtet. Benno war der einzige Kandidat, mit dem wir gesprochen haben. Er ist ein ausgewiesener Fachmann. Und er hat mit fast 400 Zweitliga-Spielen eine riesige Erfahrung in der Liga. In unserem Anforderungsprofil war Erfahrung in der 2. Liga ganz wichtig“, sagte FSV-Sportgeschäftsführer Uwe Stöver bei der Vorstellung Möhlmanns am Mittwoch. Für Möhlmann, der am 9. November beim Frankfurter Ligarivalen FC Ingolstadt nach sechs Spielen in Folge ohne Sieg entlassen worden war, kam die rasche Rückkehr auf die Trainerbank zur richtigen Zeit. „Ich bin froh, dass meine arbeitsfreie Zeit nur so lange gedauert hat, wie ich sie genießen konnte“, sagte der Coach: „Ich habe den Eindruck, dass in der Führung des Vereins Einigkeit herrscht. Das macht mich zuversichtlich, dass wir den Klassenerhalt schaffen können.“

Die Frankfurter Verantwortlichen hatten Möhlmann am Samstag telefonisch kontaktiert, das erste Treffen fand am Sonntagnachmittag statt. „In diesen zweieinhalb Stunden haben wir den Eindruck gewonnen, dass wir mit dem richtigen Mann sprechen. Beide Seiten wollten“, sagte Stöver, der am Dienstagmittag den von Möhlmann unterschriebenen Vertrag in den Händen hielt. Möhlmann, der als Profi für Werder Bremen und den Hamburger SV zwischen 1978 und 1989 insgesamt 292 Bundesliga-Spiele absolvierte, wird allerdings erst im neuen Jahr auf seine neue Mannschaft treffen. Das erste Training nach dem Weihnachtsurlaub ist für den 4. Januar angesetzt. Dem neuen Coach, der vorerst im Hotel wohnen wird, wurde eine personelle Aufrüstung des Kaders bis Ende Januar versprochen.

Doch auch das derzeitige Team hält Möhlmann für stark genug. „Von den Einzelspielern her kann die Mannschaft viel mehr, als sie zuletzt gezeigt hat. Aber wir können nur erfolgreich sein, wenn alle an einem Strang ziehen“, äußerte der Trainer. Möhlmann, der unter anderem die SpVgg Greuther Fürth, Arminia Bielefeld und Eintracht Braunschweig betreute, trifft bereits am 10. Februar in einer brisanten Begegnung auf seinen alten Klub. Bei den Ingolstädtern, die wie die Frankfurter 14 Punkte auf dem Konto haben, sitzt kurioserweise der frühere FSV-Coach Tomas Oral als Nachfolger Möhlmanns auf der Bank.

Die Frankfurter hatten Boysen am Samstag nach dem 0:2 gegen den VfL Bochum entlassen. Die Klubführung hatte damit die Konsequenzen aus der zurückliegenden Talfahrt gezogen. Der FSV wartet seit zehn Spielen auf einen Sieg. Boysen arbeitete seit Oktober 2009 am Bornheimer Hang. Die Entlassung Boysens war der achte Trainerwechsel in der laufenden Zweitliga-Saison.

sid

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