Fortuna trotz Hertha-Einspruch gelassen

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Norbert Meier hat noch kein Training angesetzt.

Düsseldorf - Gelassenheit und Optimismus herrscht bei Fortuna Düsseldorf vor der Entscheidung des DFB-Sportgerichts am Freitag über die Wertung des Relegationsspiels gegen Hertha.

Fortuna Düsseldorf sieht der Entscheidung des DFB-Sportgerichts nach dem Einspruch von Hertha BSC gegen die Wertung des Bundesliga-Relegationsspiels gelassen und optimistisch entgegen. “Das Spiel ist ordnungsgemäß beendet worden. Es handelt sich um eine klare Tatsachenentscheidung des Schiedsrichters“, sagte Fortuna-Manager Wolf Werner vor der Verhandlung beim Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) an diesem Freitag (13.30 Uhr) in der Frankfurter Verbandszentrale.

Werner wertet den Einspruch der Berliner als letzten Versuch, den sportlich besiegelten Bundesliga-Abstieg noch abzuwenden. “Es ist doch klar, dass Hertha diesen Weg noch einmal versuchen will.“

Der Hauptstadtklub hatte am Mittwoch offiziell Einspruch gegen die Wertung des unter chaotischen Umständen zustande gekommenen 2:2 im Relegationsrückspiel am Dienstag eingelegt. Aus Sicht der Düsseldorfer gibt es an ihrer Rückkehr ins Oberhaus nach 15 Jahren aber keinen Zweifel. Natürlich seien das Szenen gewesen, “die wir in keinem Stadion sehen wollen“, räumte Fortuna-Vorstandsvorsitzender Peter Frymuth ein. Aber auch er sieht für einen erfolgreichen Protest und eine Wiederholung der Partie “keine Grundlage“.

Irre Fan-Randale in der Relegation

Irre Fan-Randale in der Relegation

“Wichtig war doch, dass keiner unserer Fans auf dem Spielfeld gewaltbereit oder bedrohend war. Und wir haben es schließlich geschafft, die Zuschauer ohne Einsatz der Polizei auf ihre Plätze zurückzuführen. Danach ist das Spiel ordnungsgemäß zu Ende gebracht worden“, sagte Frymuth.

Trainer Norbert Meier, der die Berliner als “schlechte Verlierer“ bezeichnete, sah sich bisher nicht veranlasst, ein Training der Mannschaft anzusetzen. Bislang steht der Plan, dass das gesamte Team am kommenden Sonntag wie üblich zur Saisonabschlussfahrt nach Mallorca reist. Die Rückflüge sind für kommenden Mittwoch gebucht.

Dass die für Samstag geplante offizielle Aufstiegsfeier in der Esprit-Arena abgesagt wurde, hatte allein organisatorische und logistische Gründe und nichts mit dem Hertha-Protest zu tun. Zunächst sollte die große Party schon am Mittwoch steigen, doch da gab es Bedenken wegen der gleichzeitig zu Ende gehenden Messe “Drupa“ auf dem angrenzenden Gelände. Wegen des Feiertages kam auch der (heutige) Donnerstag nicht wirklich infrage. Am Freitag ist Düsseldorfs Oberbürgermeister Dirk Elbers verhindert, und am Samstag schließlich konnten die als Hauptattraktion vorgesehenen Edelfans von den Toten Hosen wegen anderer Verpflichtungen nicht.

Campino, Chef der Düsseldorfer Punkband, hat sein Urteil über die Vorgänge beim Relegationsspiel, das Gäste-Verhalten und den Hertha-Einspruch längst gefällt. “Das ist die letzte Karte, die der um seine Existenz kämpfende Klub hier spielt. Wenn man Anwälte losschickt, die behaupten, man hätte Todesängste spüren können, ist das eine Verunsachlichung auf einem gefährlichen Niveau“, sagte Campino in einem dpa-Interview.

Hertha habe “keine Courage“ zu sagen: “Wir werden mit Anstand diesen Abstieg hinnehmen, weil wir es im sportlichen Vergleich nicht geschafft haben, Fortuna zu schlagen.“ Schon vorher hatte Campino betont: “Wenn er Rückgrat hat, muss Herr Preetz das bringen.“

dpa

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