Fortuna schlägt KSC - Frankfurt mit Aufholjagd

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Der Cottbuser Marc-Andre Kruska (l) und Frankfurts Matthias Lehmann im Zweikampf um den Ball.

Cottbus/Düsseldorf - Fortuna Düsseldorf hat sich mit einem klaren Sieg über den Karlsruher SC in die Spitzengruppe geschossen. Eintracht Frankfurt holte nach einer furiosen Aufholjagd in Cottbus ein Remis.

Der 4:2 (2:1)-Erfolg gegen den KSC war das saisonübergeifend 18. Heimspiel ohne Niederlage - Vereinsrekord für das Team von Trainer Norbert Meier. Jens Langeneke (12. Minute) per Foulelfmeter und Sascha Rösler (18.) stellten früh die Weichen auf Sieg. Bogdan Müller (43.) gelang vor 27 230 Zuschauern der Anschlusstreffer, doch dann sorgte Thomas Bröker (67./75.) per Doppelschlag für die Entscheidung. Louis Ngwat-Mahops Tor (80.) zum 4:2-Endstand hatte nur noch statistischen Wert.

Karlsruhes Innenverteidiger Stefan Müller (21.) sah beim Stand von 0:2 und zwei schnellen Fouls schon früh die Gelb-Rote Karte. Aber in Unterzahl waren die Gäste nur kurz, da sich in der 23. Minute Fortuna-Torwart Michael Ratajczak außerhalb des Strafraums ein Handspiel leistete und die Rote Karte sah.

Beim anschließenden Duell zehn gegen zehn entwickelte sich ein temporeiches Spiel. Jedoch hatten die in der Anfangsphase noch überragenden Gastgeber viel Mühe mit dem laufstarken KSC. Erst Bröker machte mit seinen Saisontoren vier und fünf alle Hoffnungen der Gäste zunichte.

Frankfurt erkämpft glückliches Remis in Cottbus

Durch ein Tor von Mohamadou Idrissou in letzter Minute hat Bundesliga-Absteiger Eintracht Frankfurt bei Energie Cottbus noch ein 3:3 (0:1) geschafft und die erste Saisonniederlage vermieden. Die schon mit 3:1 in Führung liegenden Lausitzer verpassten den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz.

Der Cottbuser Marc-Andre Kruska (l) und Frankfurts Matthias Lehmann im Zweikampf um den Ball.

Vor 13.520 Zuschauern prägte zunächst Dimitar Rangelow die Partie. Der Bulgare schoss in der 10. Minute nach feiner Vorarbeit von Daniel Adlung aus Nahdistanz ein und besorgte mit seinem bereits sechsten Saisontreffer in der 50. Minute per Kopf auch das 2:0 für die Gastgeber. In einer turbulenten zweiten Halbzeit trafen danach Rob Friend (66.) und Ümit Korkmaz (72.) für die stärker werdenden Frankfurter sowie Adlung zum zwischenzeitlichen 3:1 (70.).

Beide Trainer setzten von Beginn an auf ihre Last-Minute-Einkäufe. Sein erstes Match Cottbuser Trikot bestritt der Tscheche Martin Fenin ausgerechnet gegen seinen Ex-Verein. Dort setzte Trainer Armin Veh auf das neue Sturm-Duo Rob Friend und Mohamadou Idrissou. Dafür musste Theofanis Gekas überraschend auf der Wechselbank schmoren.

In einer von Energie überlegen geführten ersten Halbzeit hatte Fenin kurz vor der Pause sogar das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte aber am stark parierenden Oka Nikolow im Eintracht-Tor. Stark war bei Cottbus auch der aus Köln gekommene Christopher Schorch auf der rechten Abwehrseite. Die Frankfurter präsentierten sich lange Zeit erschreckend schwach, leisteten sich zahlreiche Abspielfehler, produzierten kaum eigene Chancen und verschliefen zudem in beiden Durchgängen die Startphase komplett. Am Ende aber hielt Energies Abwehr dem immer stärker werdenden Eintracht-Druck nicht mehr stand

dpa

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