Sieg gegen Energie Cottbus

Erfolgreiches Debüt für Fortuna-Trainer Büskens

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Der Düsseldorfer Torschütze Stefan Reisinger (r) jubelt

Düsseldorf - Bundesligaabsteiger Fortuna Düsseldorf ist im ersten Pflichtspiel unter seinem neuen Trainer Mike Büskens seiner Favoritenrolle in der 2. Fußball-Bundesliga gerecht geworden.

Zum Abschluss des ersten Spieltages setzte sich Fortuna Düsseldorf verdient mit 1:0 (0:0) gegen Energie Cottbus mit dem früheren Fortuna-Profi Rudi Bommer als Chefcoach auf der Bank durch. Für die Entscheidung sorgte Stefan Reisinger mit einem verwandelten Foulelfmeter in der 64. Minute, nachdem er zuvor selbst von Michael Schulze gefoult worden war.

Büskens war nach seiner erfolgreichen Rückkehr nach Düsseldorf besonders von der Stimmung begeistert. „Ich habe hier vor teilweise 4000 Leuten Bundesliga gespielt. Wenn ich sehe, was hier abgeht, ist das einfach Wahnsinn.“ Cottbus-Profi Schulze ärgert sich derweil über sein spielentscheidendes Foul. „Das war eindeutig innerhalb, den kann man geben. Das ist ärgerlich, wir hätten sonst einen Punkt mitgenommen“, sagte der 24-Jährige. Auch Trainer Rudi Bommmer meinte: „So darf man nicht hingehen.“

Vor 33.924 Zuschauern präsentierten sich die Gäste von Beginn an äußerst selbstbewusst, die besseren Chancen hatte aber Düsseldorf. In der achten Minute verhinderte der ehemalige Düsseldorfer Ersatztorwart Robert Almer, der erst in diesem Sommer in die Lausitz gewechselt war, mit einem tollen Reflex nach einem Kopfball seines eigenen Stürmers Boubarcar Sanogo in die falsche Richtung einen Rückstand seines Teams. Kurz darauf verfehlte Fortuna-Kapitän Andreas Lambertz nur knapp das Ziel.

Fortuna ging in der 2. Halbzeit erst fahrlässig mit Chancen um

In der 16. Minute scheiterte Axel Bellinghausen aus 10 Metern an dem österreichischen Nationaltorwart. Nach einer halben Stunde war Almer nach einem Kopfball des Ex-Duisburgers Dustin Bomheuer ebenso wieder zur Stelle wie Sekunden vor dem Halbzeitpfiff gegen Lambertz. Cottbus, mit den vier Neuzugängen Almer, Erik Jendrisek, Charles Takyi und Sebastian Mrowca in der Startelf, kam vor der Pause nur zu einer Möglichkeit durch Takyi, die Fortunas Schlussmann Fabian Giefer vereitelte.

Nach dem Seitenwechsel bot sich ein ähnliches Bild. Fortuna ging zunächst weiter fahrlässig mit seinen Chancen um. Die beste vergab Reisinger in der 55. Minute, ehe er zehn Minuten später die Nerven bewahrte und den Strafstoß sicher verwandelte. Anschließend ließen die Hausherren nichts mehr anbrennen, wenngleich der eingewechselte Michael Bickel noch die Chance zum Ausgleich hatte.

Die schnellsten Trainer-Entlassungen seit 1999

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Bei der Fortuna, die kommenden Sonntag zum rheinischen Derby bei Erzrivale 1. FC Köln antritt, verdienten sich Reisinger und Martin Latka die besten Noten. Aufseiten der Gäste waren Almer und Takyi die auffälligsten Akteure.

Wenige Stunden vor dem Anpfiff hatte es bei der Fortuna einen Eklat um Neuzugang Michael Rensing gegeben. Nachdem Trainer Büskens Giefer am Vormittag zur Nummer eins im Tor bestimmt hatte, verließ Rensing kommentarlos das Trainingsgelände und wurde daraufhin zunächst aus dem Kader gestrichen und durch Youngster Robin Heller ersetzt. Am Dienstag will der Klub bekannt geben, ob und wie Rensing, der angeblich die Rheinländer so schnell wie möglich wieder verlassen will, sanktioniert wird.

SID

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