Thorsten Fink kommt zum HSV - aber wann?

+
Der ehemalige Bayern-Spieler und jetzige Trainer des Schweizer Fußball-Erstligisten FC Basel, Thorsten Fink, wird offenbar neuer Trainer des Hamburger SV.

Berlin - Dass er kommt, ist jetzt klar, die Frage ist nur noch, wann. Thorsten Fink wird nach Informationen der Nachrichtenagentur dapd neuer Trainer beim Hamburger SV.

Entweder in Kürze, spätestens aber in der Winterpause, das ist Verhandlungssache. Der Erfolgstrainer des FC Basel hat am Montag mit dem Präsidium des Schweizer Meisters zusammengesessen und es von seiner Absicht unterrichtet, das Angebot des HSV anzunehmen.

Noch laufen die üblichen Spielchen in der Branche: Dementis, halbgare Aussagen, die viel Interpretationsraum lassen, gar keine Kommentare. “Der HSV ist ein toller Klub und das Interesse eine Bestätigung meiner Arbeit“, sagte Fink der Schweizer Zeitung “Blick“, “es ist logisch, dass man darüber reden muss.“ Fink soll beim HSV einen Vertrag bis 2014 erhalten. Die Details haben Finks Berater Thomas Kroth und HSV-Sportchef Frank Arnesen in der letzten Woche ausgehandelt.

Kult-Trainer! Echte Typen am Spielfeldrand

Kult-Trainer! Echte Typen am Spielfeldrand

HSV ist bereit, hohe Ablöse zu zahlen

Natürlich muss Fink die Einigung abstreiten, bis der Klub ihm eine Freigabe erteilt. Am Donnerstag wird Basels Vize-Präsident Bernhard Heusler in der Schweiz zurückerwartet, dann soll es zu einer abschließenden Verhandlungsrunde kommen. “Die Absage ist erfolgt, der HSV hat sie entgegengenommen“, hatte Heusler noch letzte Woche verkündet, als erstmals der Name Fink in Hamburg gehandelt wurde.

Fink hat in Basel einen Vertrag bis 2013 ohne Ausstiegsklausel. Es soll aber ein Gentlemens Agreement geben, dass dem Trainer bei Interesse aus der Bundesliga keine Steine in den Weg gelegt werden. Also laufen die Verhandlungen zwischen dem HSV und dem FC Basel über die Höhe der Ablösesumme für den Coach. “Wir sind bereit, für einen Trainer Ablöse zu zahlen“, hatte Frank Arnesen bereits in der letzten Woche erklärt. Der HSV wird sicherlich einen siebenstelligen Betrag für seinen Wunschtrainer locker machen müssen.

Fink mit Basel zweimal Meister

In der letzten Woche war Arnesen viel unterwegs. Auf Mallorca soll er sich am Wochenende mit Fink getroffen haben und in der Woche davor in Frankfurt mit Kroth. Seine Arbeit bei der Trainersuche ist nun im Wesentlichen getan, da kann er nun ohne schlechtes Gewissen in den Sportanzug schlüpfen und pro forma als Lizenzinhaber das Training der HSV-Profis für den lizenzlosen Rodolfo Cardoso leiten. Beide sind ohnehin nur noch Platzhalter für Fink.

Der langjährige Bundesligaprofi, der mit Bayern München 2001 die Champions League gewann, ist seit Juni 2009 als Nachfolger von Christian Gross beim FC Basel tätig. Er führte den Klub zur Meisterschaft 2010 und 2011 sowie dem Pokalsieg 2010. In diesem Jahr konnten sich die Baseler für die Gruppenphase der Champions League qualifizieren. Den 1. FC Ingolstadt führte er auf seiner ersten Cheftrainer-Position 2009 in die Zweite Bundesliga.

Der Wechsel aus der Schweiz in die Bundesliga ist der nächste logische Karriereschritt für den gebürtigen Dortmunder. Dass der HSV derzeit nur den letzten Tabellenplatz belegt, schreckt ihn dabei nicht. Das Potenzial und das Umfeld des Vereins sind immer noch groß genug. “Ich kann nicht leugnen, und würde später als Lügner dastehen, wenn ich sagen würde, der HSV wäre keine Top-Adresse für mich als Trainer“, sagte Fink dem Internetportal Sport1.

dapd

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare