Finger ins Auge gedrückt: Mourinho droht Nachspiel

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Skandaltrainer Jose Mourinho

Barcelona - Das skandalträchtige Supercup-Finale zwischen Real und Barca wird wohl auch für Real-Coach Mourinho ein Nachspiel haben. Dabei war seine Tätlichkeit eigentlich ein Versehen.

Dem portugiesischen Fußball-Star-Trainer Jose Mourinho von Real Madrid droht nach der 2: 3-Niederlage im spanischen Supercup-Rückspiel gegen den Erzrivalen FC Barcelona (Hinspiel 2:2) möglicherweise ein juristisches Nachspiel. Bei den Tumulten im Anschluss an die Rote Karte für Reals Marcelo in der Nachspielzeit nach einem rüden Foul gegen Barca-40-Millionen-Euro-Neuzugang Cesc Fabregas versuchte Mourinho, Barcelonas Assistenztrainer Tito Vilanova am Ohr zu ziehen. Weil dieser seinen Kopf abwandte, drückte Mourinho dem Assistenz-Coach des Champions-League-Siegers einen Finger ins Auge.

Im Zuge der handgreiflichen Auseinandersetzungen in der Nachspielzeit des wiederum hitzigen Duells hatten auch der bereits ausgewechselte deutsche Nationalspieler Mesut Özil (Real) und der spanische Welt- und Europameister David Villa (Barcelona) Rot gesehen. Matchwinner der Katalanen war einmal mehr Weltfußballer Lionel Messi, der zweimal erfolgreich war und auch das Siegtor in der 88. Minute erzielte.

Skandaltrainer Mourinho - Seine Eskapaden

Schlechter Verlierer: Die Skandale und Eskapaden des José Mourinho

Bereits in der vergangenen Saison hatte es fünf höchst emotionale Clasicos zwischen den beiden spanischen Renommierteams gegeben, darunter zwei brisante Duelle im Halbfinale der Königsklasse. Mourinho wurde für fünf Spiele wegen seiner Anschuldigungen in Richtung von Schiedsrichter Wolfgang Stark (Ergolding) sowie weiterer Referees und deren angeblich Barcelona-freundiche Haltung von der Europäischen Fußball-Union UEFA verurteilt. Außerdem wurde eine Geldbuße von 50.000 Euro für den 48-jährigen Portugiesen verhängt.

sid

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