Härtere Strafen drohen

FIFA verabschiedet Anti-Rassismus-Gesetze

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FIFA-Präsident Joseph Blatter

Port Louis - Der Fußball-Weltverband hat seinen Strafenkatalog bei rassistischen Vergehen wie erwartet verschärft und eine Mindest-Sperre festgelegt.

Der Fußball-Weltverband hat seinen Strafenkatalog bei rassistischen Vergehen wie erwartet verschärft. Spieler, Trainer oder Offizielle werden bei Verstößen künftig mit einer Mindestsperre von fünf Spielen belegt. Dies beschloss der FIFA-Kongress am Freitag auf Vorschlag der neuen Anti-Rassismus-Task-Force mit großer Mehrheit.

Bei rassistischem Verhalten von Fans droht den entsprechenden Clubs bei Erstverstößen eine Verwarnung, eine Geldstrafe oder ein Geisterspiel. In Wiederholungsfällen sieht die Regelung Punktabzüge, den Ausschluss aus einem Wettbewerb oder einen Zwangsabstieg vor.

"Rassismus hat keinen Platz im Fußball. Fußball bringt Menschen zusammen", sagte FIFA-Präsident Joseph Blatter. Er setze auf ein "starkes Signal an die Rassisten, dass ihre Zeit vorbei ist".

Durch die neuen Regeln werden die Verbände verpflichtet, Erziehungsprogramme gegen Rassismus zu organisieren. Zudem sollen bei Spielen Beobachter eingesetzt werden, die rassistische Auswüchse dokumentieren. Mit der Fünf-Spiele-Sperre bleibt die FIFA hinter einer UEFA-Entscheidung zurück. Der europäische Kontinentalverband hatte bei seinem Kongress in der Vorwoche eine Minimumsperre von zehn Spielen beschlossen.

dpa

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