FIFA testet neun Torlinien-Signalsysteme

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Der Chip im Ball - ein System für die Zukunft?

Zürich - Der Fußball-Weltverband FIFA testet elektronische Hilfsmittel, mit denen im Zweifel entschieden werden kann, ob ein Ball die Torlinie überquert hat.

Die Systeme von neun europäischen Anbietern sollen von September bis Dezember von der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (EMPA) in der Schweiz untersucht werden, wie der Verband am Donnerstag mitteilte. Das International Football Association Board (IFAB) könnte bewährte Systeme im Juli 2012 für den Einsatz bei Fußballspielen genehmigen.

Das FIFA-Gremium entscheidet zunächst im März, welche Kandidaten es in die zweite Runde schaffen. Die Systeme müssen freie Schüsse auf das Tor zu 100 Prozent erkennen und in dynamischen Tests zu 90 Prozent genau ermitteln, ob der Ball die Torlinie überschritten hat. Ein Signal muss den Schiedsrichter über seine Armbanduhr innerhalb einer Sekunde erreichen, falls ein Tor gefallen ist.

Englands Nicht-Tor sorgt für Umdenken

Laut FIFA-Präsident Sepp Blatter könnte die Technologie bei der WM 2014 in Brasilien zum Einsatz kommen. In der Vergangenheit waren bereits Systeme getestet worden, welche aber vom IFAB nicht akzeptiert worden waren. Neu aufgeflammt war die Diskussion, nachdem bei der WM 2010 in Südafrika England im Achtelfinale gegen Deutschland ein reguläres Tor aberkannt wurde, weil der Schiedsrichter und sein Assistent den Ball nicht hinter der Linie gesehen hatten. Der Verbandschef hatte elektronische Hilfsmittel bis dahin strikt abgelehnt.

Laut FIFA-Präsident Sepp Blatter könnte die Technologie bei der WM 2014 in Brasilien zum Einsatz kommen. In der Vergangenheit waren bereits Systeme getestet worden, welche aber vom IFAB nicht akzeptiert worden waren. Neu aufgeflammt war die Diskussion, nachdem bei der WM 2010 in Südafrika England im Achtelfinale gegen Deutschland ein reguläres Tor aberkannt wurde, weil der Schiedsrichter und sein Assistent den Ball nicht hinter der Linie gesehen hatten. Der Verbandschef hatte elektronische Hilfsmittel bis dahin strikt abgelehnt.

dapd

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