FIFA-Skandal: Platini setzt auf Blatter

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UEFA-Chef Michel Platini hat Vertrauen zu FIFA-Präsident Sepp Blatter

Berlin - UEFA-Chef Michel Platini setzt beim Kampf gegen die Skandale im Fußball-Weltverband weiter auf den umstrittenen FIFA-Präsidenten Joseph Blatter.

“Er hat mir versprochen, die FIFA zu reinigen. Wenn er in der Geschichte bleiben möchte, muss er die FIFA säubern“, sagte der Präsident der Europäischen Fußball-Union der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Samstag). Viele Anschuldigungen gegen Blatter waren nach Meinung von Platini “unfair und unzutreffend“. “Blatter ist nicht der Teufel, und er ist auch kein Engel“, meinte der Franzose.

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Die FIFA wird seit Monaten von Skandalen erschüttert. Bei der Vergabe der WM 2022 an Katar wird Bestechung vermutet. Zudem stehen der ehemalige Präsidentschaftskandidat Mohammed bin Hammam und der zurückgetretene FIFA-Vize Jack Warner unter Korruptionsverdacht, bestreiten dies aber. Blatter war von der FIFA-Ethikkommission in dieser Affäre entlastet worden. “Man kann kritisieren, wie Blatter die FIFA managt, aber korrupt ist er ganz sicher nicht“, erklärte Platini.

Platini betonte, die FIFA müsse sich von innen heraus verändern und erteilte externen Beratern eine Absage. “Wir haben Gremien, die dafür zuständig sind“, sagte der frühere Weltklasse-Fußballer. Blatter hatte nach seiner Wiederwahl Anfang Juni die niederländische Fußball-Legende Johan Cruyff, den früheren US-Außenminister Henry Kissinger und Startenor Placido Domingo zur Mitarbeit in einer geplanten FIFA-Lösungskommission eingeladen.

dpa

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