FIFA macht ernst: 16 Funktionäre im Visier

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FIFA-Boss Sepp Blatter und die Ethikkommission des Weltfußballverbands meinen es offenbar ernst.

Zürich - Nach der lebenslangen Sperre für den ehemaligen FIFA-Präsidentschaftskandidaten Mohamed bin Hammam droht nun weiteren Fußball-Funktionären Ungemach.

Die Ethikkommission des Weltverbandes FIFA hat gegen 16 Mitglieder der karibischen Fußballunion (CFU) wegen mutmaßlicher Verstöße gegen das Ethikreglement ein Verfahren eröffnet. Dies teilte der Verband am Donnerstagabend mit.

Es gehe dabei um eine Untersuchung “von Fällen betreffend die CFU-Sondersitzung vom 10. und 11. Mai 2011 auf Trinidad und Tobago“. Damals soll der Katarer bin Hamman versucht haben, CFU-Funktionäre mit Geldgeschenken in Höhe von jeweils 40 000 Dollar zu bestechen. Auf diese Weise habe der frühere Intimus von FIFA-Präsident Joseph Blatter Stimmen kaufen wollen für seine Wahl zum neuen FIFA-Chef.

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Einer der Karabik-Funktionäre, Colin Klass aus Guyana, ist nach FIFA-Angaben für jegliche Fußballtätigkeit provisorisch gesperrt worden. Die 16 Verbands-Offiziellen sollen weiter befragt werden. Da die Untersuchung noch nicht abgeschlossen sei, sei es möglich, dass noch weitere Verfahren eröffnet werden könnten, teilte die FIFA mit.

Bin Hammam war am 23. Juli von der FIFA-Ethikkommission der Korruption schuldig gesprochen und lebenslang gesperrt worden. Das Gremium sah den versuchten Stimmenkauf als erwiesen an. Bin Hammam hat alle Vorwürfe der Bestechung wiederholt zurückgewiesen. Der 62-Jährige hatte angekündigt, gegen das Urteil vorgehen zu wollen.

dpa

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