FIFA-Generalsekretär

Valcke "weniger Demokratie bei WM-Planung" besser

+
FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke

Zürich - FIFA-Generalsekretär Valcke findet für die WM-Planung "weniger Demokratie" besser. Er hofft deshalb bei der WM 2018 in Russland auf weniger bürokratischen Widerstand als zum Beispiel in Deutschland.

FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke hat stabile Demokratieverhältnisse als Hürde für die Planung einer Fußball-Weltmeisterschaft bezeichnet. Bei der Organisation der WM 2018 im von Präsident Wladimir Putin regierten Russland erwartet der Franzose deshalb weniger Schwierigkeiten.

„Das mag jetzt vielleicht verrückt klingen, aber manchmal ist weniger Demokratie bei der Planung einer WM besser. Wenn es ein starkes Staatsoberhaupt mit Entscheidungsgewalt gibt, vielleicht wie Putin sie 2018 hat, ist es für uns Organisatoren leichter als etwa in Ländern wie Deutschland, in denen auf verschiedenen Ebenen verhandelt werden muss“, sagte Valcke auf einer Konferenz am Mittwoch.

Auch in Brasilien habe die politische Struktur Probleme bereitet. „Es gibt verschiedene Personen, Bewegungen und Interessen und es ist es durchaus schwierig, in diesem Rahmen eine WM zu organisieren“, sagte Valcke.

FIFA-Präsident Joseph S. Blatter, der dem Symposium ebenfalls beiwohnte, hob derweil am Beispiel der WM 1978 in Argentinien die versöhnende Kraft des Fußballs hervor: „Es war die erste WM, in die ich direkt involviert war und ich bin glücklich gewesen, dass Argentinien gewann. Zwischen der Bevölkerung und dem politischen System hat es eine Art Aussöhnung gegeben.“

Den Weltverband erklärte Blatter zugleich mit einer bunten Umschreibung: „Wir sind konservativ wie Katholiken, wenn es darum geht, die Regeln des Spiels zu ändern. Betrachtet man den Markt, sind wir liberal. Wenn es um die Verteilung der Gelder geht, sind wir wie (Karl) Marx und (Friedrich) Engels. 70 Prozent der gesamten Einnahmen werden für Entwicklungsprogramme an die Nationalverbände verteilt.“

SID

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare