FIFA-Generalsekretär entschuldigt sich

+
FIFA-Generalsekretär Jerôme Valcke hat sich bei WM-Gastgeber Brasilien entschuldigt.

Brasilia - Er wollte den Organisatoren der WM in Brasilien einen "Tritt in den Hintern" verpassen - und löste damit einen Streit aus. Jetzt hat sich FIFA-Generalsekretär Jerôme Valcke entschuldigt.

FIFA-Generalsekretär Jerôme Valcke hat sich nach seiner harschen Kritik an WM-Gastgeber Brasilien entschuldigt und zugleich betont, seine Worte seien inkorrekt interpretiert worden. Einen entsprechenden Brief schickte Valcke am Montag an Brasiliens Sportminister Aldo Rebelo. Der Franzose hatte sich am Freitag verärgert über den schleppenden Verlauf der Vorbereitungen für die Fußballweltmeisterschaft 2014 gezeigt und gesagt, die Organisatoren bräuchten wohl einen “Tritt in den Hintern“.

In der französischen Sprache bedeute der Ausdruck “se donner un coup de pied aux fesses“ aber lediglich den “Rhythmus beschleunigen“. Unglücklicherweise sei dieser Ausdruck aber mit viel stärkeren Worte ins Portugiesische übersetzt worden. Er entschuldigte sich bei Minister Rebelo und allen, die sich durch seine Worte verletzt gefühlt hätten.

Rebelo hatte empört auf die Äußerungen reagiert und mitgeteilt, Valcke werde nicht mehr als Gesprächspartner akzeptiert. Der außenpolitische Berater von Präsidentin Dilma Rousseff, Marco Aurelio García, legte am Montag am Rande des Besuches der Staatschefin in Deutschland nach. “Dieser Typ (Valcke) ist eine Kanaille“, sagte García. Die Präsidentin werde das Thema selbst nicht anschneiden, da sie mehr zu tun habe, als sich mit den Äußerungen eines “Großmauls“ zu beschäftigen.

Valcke bedauerte ausdrücklich das negative Echo in den Medien auf seiner Äußerungen. Es gebe sicherlich eine besorgte Stimmung in der FIFA und er als verantwortliche Person für diese WM steht unter einen erheblichem Druck. “Die Weltmeisterschaft ist der Schlüssel zu allem in unserem System.“ Er sei sicher, dass es kein Problem gebe, das nicht durch Anstrengungen der FIFA, des lokalen WM-Komitees und der brasilianischen Behörden überwunden werden könne. “Ich möchte wiederholen, ..., dass Brasilien die einzige Option für die Ausrichtung der FIFA-WM Brasil 2014 ist und sein wird.“

dpa

Kommentare