Was Fußballfans wissen müssen

FIFA ändert die Abseitsregel

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Ein Linienrichter hebt die Fahne

Köln - Eine Änderung der Abseitsregel durch den Weltverband FIFA dürfte für neuen Diskussionsstoff bei den Fußball-Fans sorgen. Hier lesen Sie Details zur neuen Auslegung.

Die umstrittene Regel zum passiven Abseits wird wie geplant von der kommenden Saison an modifiziert. Bereits im März hatten die Regelhüter des International Football Association Board IFAB eine Änderung beschlossen. „Es ist korrekt, dass die Entscheidung des IFAB am 1. Juli umgesetzt wird“, hieß es am Donnerstag vom Fußball-Weltverband FIFA.

Zuvor hatten der „Kicker“ und die „Bild“-Zeitung in ihren aktuellen Ausgaben über das Thema berichtet. In Zukunft sollen die Referees auch dann abpfeifen, wenn ein näher zum Tor postierter Stürmer durch eine kontrollierte Abwehraktion des Gegners in Ballbesitz gelangt. Bisher galt dies als passives Abseits, was dem Angreifer einen Torschuss erlaubte. Dieser Fall ist künftig nur noch dann gegeben, wenn sich der Abwehrspieler klar im Aufbauspiel befindet und ihm dabei ein Fehlpass unterläuft.

Im März hatte das IFAB nach seiner Sitzung im schottischen Edinburgh in einer Pressemitteilung erklärt: „In Bezug auf die Spielregeln stimmte das IFAB einer Verdeutlichung des Wortlautes von Regel 11 (Abseits, Interpretation der Spielregeln) zu. Das IFAB beschloss, dass der aktuelle Wortlaut in Bezug auf die Stelle "einen Gegner beeinflusst/aus seiner Position einen Vorteil zieht" nicht präzise genug ist.“

Künftig soll damit verhindert werden, dass ein am Angriff unbeteiligter Stürmer einen Vorteil aus einer unglücklichen Abwehraktion des Gegners zieht. Die Regeländerung werde derzeit von Pierluigi Collina, dem Schiedsrichter-Boss der Europäischen Fußball-Union (UEFA), begutachtet. Sie soll den Schiedsrichtern die Arbeit erleichtern, dürfte aber auch künftig zu Kontroversen führen.

Die Bundesliga-Schiedsrichter sollen auf die Regeländerung bei ihrem Saisonvorbereitungslehrgang in der kommenden Woche in Grassau am Chiemsee vorbereitet werden.

dpa

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