Ferguson fordert höhere TV-Gelder

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Trainer-Legende Sir Alex Ferguson fordert mehr TV-Gelder für die Premier League.

London - ManU-Trainer Sir Alex Ferguson hat höhere Fernsehgelder für die britischen Fußballclubs gefordert. Die englische Premier League sei immerhin in 200 Ländern zu sehen und die Vereine würden zu wenig am Gewinn beteiligt.

“Wenn man das bedenkt, finde ich nicht, dass wir genug Geld kriegen“, erklärte Ferguson in einem Interview der BBC. Außerdem müssten sich die Vereine zu sehr nach den Zeiten der TV-Sender richten. Zwischen einem internationalen Auftritt am Mittwochabend und einer Begegnung am Samstagmittag in England lägen nur 72 Stunden Vorbereitungszeit, bemängelte der ManU-Coach, “aber wenn du Geschäfte mit dem Teufel machst, zahlst du den Preis.“

Die verschiedenen TV-Verträge der Liga im In- und Ausland laufen noch bis zum Ende der kommenden Saison und bringen insgesamt knapp vier Milliarden Euro.

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Der frühere Chef des englischen Fußball-Verbandes, Brian Barwick, sagte dagegen, Manchester United sei einer der Vereine, der am meisten Geld von den TV-Sendern bekommen hätte. Außerdem solle man der englischen Liga gratulieren, dass sie in so vielen Ländern zu sehen sei. Das sei eine “extreme Erfolgsgeschichte“, so Barwick zu BBC.

Arsene Wenger, Trainer des Premier-League-Klubs FC Arsenal, hat die Kritik seines Kollegen Alex Ferguson an der Macht der Fernsehsender gekontert. “Wenn die Premier League die beste Liga der Welt bleiben will, müssen wir Opfer bringen“, sagte Wenger am Dienstag.

Wenger konterte nun: “Wir müssen um 12.45 Uhr am Samstag spielen, damit sie uns in Asien zuschauen können, und damit habe ich kein Problem.“ Arsenal hat im vergangenen Jahr 56,2 Millionen Pfund (rund 65 Millionen Euro) an TV-Geldern eingenommen, Meister United 60,4 Millionen Pfund (70 Millionen Euro).

dpa

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