Fenin: Eintracht schuld an Depressionen

+
Martin Fenin gibt seinem Ex-Verein die Schuld an seiner Depressionserkrankung.

Frankfurt - Martin Fenin vom Zweitligisten Energie Cottbus hat seinem Ex-Klub Eintracht Frankfurt die Schuld an seiner Depressionserkrankung gegeben.

„Das letzte Jahr bei Eintracht hat mich runtergezogen. Als ich gehen wollte, durfte ich nicht. Dann musste ich weg, obwohl mein Herz an Eintracht hängt. Das war der Knacks“, sagte Fenin der Bild-Zeitung (Dienstag-Ausgabe).

Fenin wechselte zu Beginn der laufenden Saison in die Lausitz und kam in der Spielzeit zuvor unter Trainer Michael Skibbe bei Eintracht Frankfurt meist nur als Einwechselspieler zum Einsatz. Ein Transfer in der Winterpause scheiterte am Veto des Trainers. Mit Alkohol und Schlafmittel verdrängte er den Frust über das Reservistendasein. „Das war schlimm. Aber jetzt habe ich keine Tabletten mehr“, sagte der 24-Jährige, der sich viereinhalb Monate nach seiner Hirnblutung und der anschließend festgestellten Depressionserkrankung erstmals zu der schlimmsten Zeit in seiner Karriere äußerte.

Erschöpfte Promis: Sie litten unter Burnout

Erschöpfte Promis: Sie litten unter Burnout

Der Tscheche war im Oktober nach einem Sturz mit einer Hirnblutung ins Krankenhaus eingeliefert worden und gab anschließend bekannt, an Depressionsschüben zu leiden. Außerdem räumte er eine „vorübergehende Flucht in Medikamente und Suchtmittel“ ein. Nach dem Unfall begab sich Fenin in psychologische Behandlung und unterzog sich einer weiteren neurologischen Physiotherapie in einem Cottbuser Reha-Zentrum.

Von den Folgen der Hirnblutung hat sich der frühere tschechische Nationalspieler erholt: „Ich muss keine Angst mehr haben. Aber richtig fit sein werde ich erst wieder im Sommer.“ Vor dem Gastspiel der Cottbuser am Sonntag bei seinem Ex-Klub Eintracht Frankfurt präsentierte sich Fenin erstmals wieder den Fans und saß symbolisch als 19. Mann auf der Bank der Cottbuser.

SID

Kommentare