Scolari wird wieder Brasilien-Trainer

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Felipe Scolari hat Brasilien 2002 zum fünften WM-Titel geführt

Sao Paulo - Zehn Jahre nach dem Gewinn des WM-Titels ist Luiz Felipe Scolari wohl wieder auf der Kommandobrücke der brasilianischen Nationalmannschaft zurückgekehrt.

Nach übereinstimmenden Medienberichten im Land des kommenden WM-Gastgebers soll der 64-Jährige am Donnerstag offiziell als Nachfolger des am vergangenen Freitag geschassten Nationaltrainers Mano Menezes vorgestellt werden.

Laut der Tageszeitung "Estado de Sao Paulo" hängt das endgültige Okay Scolaris nur noch von der Wahl des zukünftigen Technischen Koordinators ab, der den am Mittwoch zurückgetretenen Selecao-Generaldirektor Andres Sanches ersetzen soll. Die im Gespräch befindlichen Namen von Carlos Alberto Parreira, der Brasilien 1994 als Coach zum WM-Sieg geführt hatte, und Jose Carlos Brunoro finden bei Scolari Zustimmung.

Scolari hatte im Juli SE Palmeiras zum Pokalsieg geführt, war aber im September beim mittlerweile als Absteiger feststehenden Erstligisten aus Sao Paulo vor die Tür gesetzt worden. Nach dem Sieg im WM-Finale 2002 gegen Deutschland (2:0) war „Felipao“ sechs Jahre erfolgreich als Nationaltrainer Portugals tätig.

Scolari, der die Selecao 2002 zum fünften WM-Titel geführt hatte, stand seit einigen Tagen ganz oben auf der Wunschliste von CBF-Präsident Jose Maria Marin. Ebenfalls gehandelt wurde Tite, der beim SC Corinthians mit dem Gewinn der Meisterschaft 2011 und des Libertadores-Cups 2012 an Popularität gewonnen hatte.

Hohe Wellen schlug in Brasilien der Rücktritt von Sanches. Dieser hatte sich gegen einen Rauswurf Menezes' ausgesprochen und sah bei der Führung des Verbandes keine Rückendeckung mehr. CBF-Boss Marin kündigte bereits an, dass es statt eines Generaldirektors zukünftig wieder einen Technischen Koordinator wie bei den WM-Turnieren zwischen 1994 und 2006 geben werde. Als aussichtsreichster Kandidat gilt Ex-Nationaltrainer Parreira.

Brasiliens Fußball-Ikone Romario griff derweil nach dem Rücktritt von Sanches Marin scharf an. „Allgemeines Chaos. Die Klubs fühlen sich nach Marins Amtsübernahme vom CBF verlassen. Viele Absprachen wurden nicht eingehalten. Also, alles ist sch...“, klagte der 46-Jährige, der deshalb den sofortigen Rücktritt von Marin und seinem „Vize“ Marco Polo Del Nero fordert.

sid

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