Fehlstart für Bayer Leverkusen gegen Mainz

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Die Mainzer jubeln nach Sami Allaguis (M.) Treffer zum 1:0.

Mainz - Vize-Meister und Titel-Mitfavorit Bayer Leverkusen hat einen klassischen Saison-Fehlstart hingelegt. Die Mannschaft des neuen Trainers Robin Dutt unterlag zum Auftakt der Fußball-Bundesliga beim FSV Mainz.

Den Mainzern, die im Vorjahr mit sieben Siegen in Serie in die Liga gestartet waren, gelang dagegen mit dem 2:0 (1:0)-Sieg etwas Wiedergutmachung für das Aus in der dritten Qualifikationsrunde der Europa League beim rumänischen Vertreter Gaz Metan Medias. Sami Allagui erzielte in der 32. Minute den Führungstreffer für den FSV. Dabei profitierte der Deutsch-Tunesier von einem kapitalen Fehler von Leverkusens Torhüter Fabian Giefer, der als Stellvertreter für den verletzten Rene Adler den Vorzug vor David Yeldell erhalten hatte. Das 2:0 machte ein Leverkusener: Ömer Toprak grätschte eine Hereingabe in der 86. Minute ins eigene Tor.

Ballack wieder Bankdrücker

Beiden Mannschaften war das Bemühen um Wiedergutmachung anzumerken. Die Mainzer hatten bei ihrem Liga-Heimspiel-Debüt in der neuen Arena vor 32.443 Zuschauern die erste Chance, doch einen Distanzschuss von Andreas Ivanschitz (3.) klärte Giefer zur Ecke.

Im Anschluss wurden die Leverkusener, bei denen Ex-Nationalspieler Michael Ballack erneut nur auf der Bank saß, etwas stärker. Bei einem Kopfball von Stefan Reinartz (7.) war Mainz-Schlussmann Heinz Müller ebenso auf der Hut wie bei einem Schuss von Sidney Sam (15.). Zudem musste Nikolce Noveski in höchster Not vor Bayer-Kapitän Simon Rolfes retten (23.). Dagegen wirkte Andre Schürrle, der in der Sommerpause für acht Millionen Euro von Mainz nach Leverkusen gewechselt war, gegen seinen Ex-Klub gehemmt.

Auf der Gegenseite nutzte Allagui nach 32 Minuten einen Aussetzer von Giefer zur 1:0-Führung. Giefer wollte zu Teamkollege Michal Kadlec weiterspielen, doch der 21-Jährige traf den Ball nicht richtig. Allagui ließ sich die Chance nicht nehmen.

Auch bei Mainz hatte Trainer Thomas Tuchel die Torhüter ausgetauscht. Heinz Müller rückte für Christian Wetklo zwischen die Pfosten. Zudem änderte Tuchel die Anfangsformation im Vergleich zum Auftritt in Rumänien auf drei weiteren Positionen und blieb der Rotation auch zu Beginn der neuen Saison treu.

Schwungvoll aus Kabine

Nach dem Seitenwechsel agierten vor allem die Mainzer schwungvoll. Neuzugang Zdenek Pospech (46.), Marco Caligiuri (54.), Marcel Risse (58.) und Ivanschitz (61.) hatten gleich reihenweise Möglichkeiten zum 2:0. Bei den Leverkusenern verfehlte Eren Derdiyok, der im Angriff erneut den Vorzug vor Nationalstürmer Stefan Kießling erhalten hatte, mit einem Freistoß (49.) knapp das Tor. In der Schlussphase bekamen die Rheinhessen immer mehr Räume, doch fehlte ihnen weiter die Abgeklärtheit vor dem Tor. Zudem zeigte Giefer nach seinem Aussetzer beim 0:1 eine starke Leistung, wie zum Beispiel in der 73. Minute, als er mit einem Klasse-Reflex gegen Allagui das 0:2 verhinderte. Und so musste es in Toprak schon ein Leverkusener sein, der für Mainz mit einem unglücklichen Eigentor den 2:0-Endstand besorgte.

dapd

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