FC Bayern: Robben, Gomez & Co.: Keine Vertragsgespräche

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Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge.

München - Zwölf Spielerverträge laufen beim FC Bayern in den nächsten beiden Jahren aus. Dennoch will man erst im nächsten Frühjahr die Gespräche aufnehmen, sagt Boss Rummenigge. Auch Superstars müssen warten.

Bayern Münchens Fußball-Stars Arjen Robben und Mario Gomez müssen weiter auf ihre Vertragsverlängerungen warten. “Wir haben entschieden, dass wir die komplette Hinrunde abwarten werden. Es werden gar keine Gespräche geführt, weder mit Spielern, deren Verträge 2012 auslaufen noch mit Spielern, die bis 2013 an uns gebunden sind“, sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge der “Sport Bild“.

Damit schiebt der Rekordmeister die angekündigten Verhandlungen mit Robben und Gomez auf das Jahr 2012. Die Verträge der beiden Angreifer sind bis 2013 gültig. Zudem betrifft der Verhandlungsstopp auch Profis wie Ivica Olic, Daniel van Buyten oder den Brasilianer Breno, deren Verträge 2012 auslaufen.

Einerseits eine klare Ansage der Vereinsführung, andererseits beschwört diese Maßnahme auch jede Menge Zeitdruck für die Chefs herauf. Schließlich enden in den nächsten zwei Jahren gleich zwölf Spielerverträge. Bei Anatoli Timoschtschuk, Iviva Olic, Danijel Pranjc, Breno, Rouven Sattelmaier, Daniel van Buyten, Takashi Usami und Jörg Butt ist es im kommenden Sommer soweit.

Während Butt seine Karriere ohnehin beenden wird, muss bei Usami lediglich entschieden werden, ob der Japaner fest verpflichtet wird. Pranjic, Olic und Timoschtschuk sollen eine Klausel in ihren Verträgen haben, wonach sich der Kontrakt bei einer Anzahl von mindestens 25 Einsätzen automatisch um ein Jahr verlängert - gegenwärtig ist davon auszugehen, dass dieser Passus lediglich bei Stammkraft Timoschtschuk greifen wird. Mit Olic wollen die Bayern nach Möglichkeit verlängern, dagegen tendiert Pranjic auf Abschied - möglicherweise sogar in der Winterpause.

Bis 2013 datiert sind die Arbeitspapiere von Diego Contento, Ersatzkeeper Maximilian Riedmüller, Torschützenkönig Mario Gomez und Arjen Robben.

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Im Fall Breno gibt es neue Entwicklungen: So ist mittlerweile nicht mehr auszuschließen, dass der Kontrakt des Brasilianers noch einmal um ein Jahr verlängert wird. Hier greift wieder der Status des FC Bayern als familiär geführter Verein, bei dem Angestellte mit Problemen nicht einfach abgeschoben, sondern unterstützt werden. "Wir lassen Breno sicher nicht fallen", bestätigt auch Rummenigge. "Er ist ein Teil des FC Bayern, wir können ihm Vertrauen."

Der 21-Jährige scheint jedenfalls zu wissen, woran er beim FC Bayern ist. Nach "Sport Bild"-Informationen bedankte sich der Profi nach den schweren vergangenen Wochen mit Blumen bei den Verantwortlichen. Sportdirektor Christian Nerlinger und Vorstand Karl Hopfner sollen jeweils einen Strauß erhalten haben. Sportlich soll der Brasilianer in der Rückrunde die Gelegenheit erhalten, sich zu bewähren - wenn denn sein lädiertes Knie mitmacht.

Schließlich äußerte sich Rummenigge auch zu Nationaltorhüter Manuel Neuer. Dessen Vertrag läuft zwar noch bis 2016, am liebsten würde Rummenigge ab sofort noch einmal verlängern. "Mein Wunsch wäre es, dass er nach fünf Jahren noch einmal fünf dranhängt. Bei Neuer kann ich mir gut vorstellen, dass er zehn Jahre im Tor des FC Bayern steht."

tz/dpa

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