Am Sonntag soll's losgehen

Schweinsteiger will nicht mit nach China

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China? Was soll ich da? Schweinsteiger.

Arco - Bastian Schweinsteiger bittet um Schonung: Der Nationalspieler möchte auf die China-Reise des FC Bayern verzichten und individuell trainieren. Trainer Jupp Heynckes hat noch nicht entschieden.

Bayern Münchens Trainer Jupp Heynckes wird kurzfristig festlegen, wer von seinen acht deutschen Nationalspielern an der fünftägigen China-Reise des Rekordmeisters teilnimmt. „Es ist noch keine Entscheidung gefallen“, sagte der 67-Jährige am Donnerstag im Trainingslager am Gardasee. Er wolle diese von einem am Wochenende anstehenden Laktattest abhängig machen, dem sich Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger und Co. unterziehen müssen.

Der FC Bayern bricht am Sonntagabend nach Guangzhou auf und bestreitet dort am 26. Juli auch ein Spiel gegen Bundesliga-Konkurrent VfL Wolfsburg. Die Rückkehr der Münchner aus China ist für Donnerstag geplant.

Schweinsteiger (27) hat Heynckes angeblich aber schon gebeten, zu Hause bleiben zu dürfen, um sich in der kommenden Woche in München individuell auf die Saison vorzubereiten. Dies berichtet der Münchner Merkur. Gerade für den Mittelfeldchef der Bayern waren die vergangenen Monate nicht nach Wunsch verlaufen.

Schweinsteiger war lange wegen diverser Verletzungen ausgefallen und schleppte sich auch angeschlagen durch die EM. Zudem war die psychische Verfassung des Nationalspielers nach den vielen Rückschlägen zuletzt nicht besonders gut gewesen.

Heynckes hatte deshalb bereits angedeutet, dass es für Schweinsteiger eine Sonderbehandlung geben werde. „Es ist wichtig, dass er die Fitness und das Selbstbewusstsein wieder bekommt und mental frei wird. Ich werde mich besonders um ihn kümmern. Ich bin sicher, dass ich ihn wieder hinbekomme“, sagte der Bayern-Coach.

Für Schweinsteiger endet am Wochenende ebenso wie für Lahm, Holger Badstuber, Jerome Boateng, Manuel Neuer, Toni Kroos, Thomas Müller und Mario Gomez ein dreiwöchiger EM-Urlaub. Auch Franck Ribery wird am Sonntag erstmals wieder zur Mannschaft stoßen. Der FC Bayern hat für alle Spieler ein Visum für China beantragt - auch für Schweinsteiger. Die Spieler, die letztendlich in München bleiben, werden an der Säbener Straße von einem der drei Fitnesstrainer betreut.

Müller freut sich auf den Start. „Wenn du mal drei Wochen Urlaub hattest, dann bist du wieder bereit und heiß, Ziele zu erreichen. Das wird bestimmt wieder lustig“, sagte er dem SID. Der neue Sport-Vorstand Matthias Sammer hat schon einmal verdeutlicht, dass er keine Alibis dulden werde: „Wir brauchen eine Aufbruchstimmung. Vom ersten Tag an. Wenn sie zurückkommen, müssen sie sich ihrer Führungsrolle bewusst sein.“

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sid

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