BVB-Coach selbstbewusst

Klopp: Bayern wird uns nicht aus dem Stadion fegen

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Jürgen Klopp.

Dortmund - BVB-Trainer Jürgen Klopp glaubt nicht, dass der FC Bayern seine Dortmunder im CL-Finale aus dem Stadion fegen wird. Eine neuerliche Konfrontation mit Matthias Sammer schließt Klopp aus.

Jürgen Klopp hat im "Kicker" ausführlich über das in nicht einmal zwei Wochen stattfindende Champions-League-Finale gegen den FC Bayern gesprochen. Der BVB-Trainer zeigt sich dabei selbstbewusst, aber auch demütig. "Die Bayern haben Barcelona und Juventus so aus dem Stadion gefegt, dass sie den Ausgang kaum gefunden haben. Das ist mit uns nicht möglich. Nur darum geht es. Wir sind ein unangenehmer Gegner für jede Mannschaft auf diesem Planeten. Der Unterschied zwischen Bayern und uns ist nicht so groß, dass ich uns nicht zutrauen würde, im Endspiel den entscheidenden Tick besser zu sein", so Klopp. „Wir wissen, wie gut wir sind. Wir wissen aber auch, dass wir unsere Qualität am allerobersten Limit auf den Platz bringen müssen, um die Bayern zu schlagen“, ergänzte der 45-Jährige.

Grundsätzlich will der Coach seine Mannschaft positiv auf das Finale einstellen. Es gehe weniger darum, was es zu verlieren gebe, sondern was es zu gewinnen gibt, so der 45-Jährige. "Uns geht es darum, dass wir uns um Dinge kümmern, die uns selbst betreffen. Dieses Ereignis ist viel zu wundervoll und großartig, um dafür einen negativen Ansatz zu finden. Wir wollen das Spiel gewinnen, weil wir gewinnen wollen. Und nicht, damit die Bayern verlieren."

Ein ähnliches Scharmützel wie jüngst im Bundesliga-Duell mit Bayern-Sportvorstand Matthias Sammer schließt Klopp für den Showdown in Wembley aus. "So ein Bild wie zuletzt in Dortmund wird es in Wembley nicht geben. Nach diesem Finale soll über Fußball gesprochen werden und nicht darüber: Was hat Klopp mit Sammer oder Sammer mit Klopp?"

Zugleich versprach Klopp den BVB-Fans trotz des Wechsels von Mario Götze adäquaten Ersatz und ließ durchblicken: „Es gibt fantastische Fußballer auf diesem Planeten. Wir haben wirklich viele gute Jungs, mit denen wir uns beschäftigen. Ich kann allen nur versichern: Wir werden auch im nächsten Jahr eine sehr, sehr gute Mannschaft haben."

Namen wollte er noch nicht nennen. Man werde einen der Mannschaft entsprechenden Fußball spielen, der unter Umständen etwas anders aussehen werde als in diesem Jahr. "Es wird wieder mehr Richtung Spiel gegen den Ball gehen. Weniger Dominanz-Fußball. Und ein ganz wichtiger Aspekt: Wir wollen wieder dramatisch weniger Gegentore kassieren. Wir wollen dafür sorgen, dass Stabilität im nächsten Jahr einen noch höheren Stellenwert erhält.“

wi/sid

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