Marktanteil von 76,8 Prozent

TV: EM-Halbfinale verpasst Traumquote

München - Die Übertragung des EM-Halbfinals zwischen Deutschland und Italien erreichte einen Marktanteil von 76,8 Prozent. Eine Traummarke wurde knapp verpasst.

Die bittere 1:2-Pleite gegen Italien hat der ARD einen TV-Rekord beschert. 27,98 Millionen Fußballfans sahen das Aus der DFB-Auswahl im EM-Halbfinale vor dem heimischen Bildschirm. Der Marktanteil der Live-Übertragung lag am Donnerstag bei 76,8 Prozent. Damit war die Partie das meistgesehene Spiel des EM-Turniers und dürfte zugleich die Jahreswertung 2012 gewinnen. Weder beim Finale Spanien - Italien am Sonntag (20.45/ZDF) noch bei den Olympischen Spielen in London erwarten TV-Experten bessere Quoten.

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Trotz des deprimierenden 0:2-Rückstands zur Pause drückten die Anhänger in Deutschland der Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw bis zum Schlusspfiff die Daumen. Kaum jemand schaltete seinen Apparat enttäuscht ab. Im Gegenteil: Die Zuschauerzahl stieg nach ARD-Angaben von 27,60 Millionen in der ersten Halbzeit auf 28,35 Millionen im zweiten Durchgang. Männer (13,32 Millionen) und Frauen (13,17 Millionen) hielten sich unter dem Fernsehpublikum die Waage.

Mit der Rekord-Einschaltquote verdrängte das Italien-Spiel die Vorrunden-Partie gegen Dänemark (27,67 Millionen) auf Platz zwei in der EM-Hitliste. Die Traum-Marke von 30 Millionen Zuschauern wurde ebenso verfehlt wie der absolute Rekord für Fußballspiele aus 2010. Vor zwei Jahren sahen 31,10 Millionen Fans das WM-Halbfinale Deutschland - Spanien (0:1) in Südafrika.

In den TV-Quoten sind die Millionen Fußball-Anhänger nicht berücksichtigt, die die Begegnungen beim Public Viewing verfolgen. Nach Umfragen von ARD/ZDF haben bei der EM in Polen und der Ukraine schätzungsweise jeweils sechs Millionen Fans die deutschen Spiele als Gemeinschaftserlebnis gefeiert.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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