Fan-Überfall: Podolski fordert mehr Weitsicht

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Lukas Podolski wird Köln im Sommer vrelassen.

Köln - Er ist schon so gut wie weg. Dennoch übt Nationalspieler Lukas Podolski Kritik an seinem (Noch-)Arbeitgeber, dem 1.FC Köln. Grund ist eine brutale Fan-Attake auf den Teambus von Gladbach.

„Dass man einige Problemfälle hat, das ist bekannt. Hier muss der Verein etwas unternehmen, und das tut er bestimmt auch“, sagte der 95-malige Nationalspieler bei einem Werbetermin in Frankfurt. Grundsätzlich hält Podolski die Kritik der vergangenen Tage an den Kölner Fans aber für überzogen. „Es ist gar keine Frage, dass diese Aktion nicht zu tolerieren ist. Doch trotz aller Vorfälle sollte man nicht alle Kölner Fans in einen Hut werfen. Unsere Fans sind fantastisch“, sagte der 26-Jährige.

Am Donnerstag hatte die Polizei im Kölner Stadtteil Vogelsang das Quartier der Kölner Ultra-Fangruppierung „Wilde Horde“ durchsucht. Mehrere Angehörige der Gruppe stehen im Verdacht, am 4. März am gewalttätigen Angriff auf Gladbacher Fans sowie vorherigen Abdräng- und Ausbremsmanövern auf der Autobahn beteiligt gewesen zu sein. Der FC erkannte der „Wilden Horde“ den Status als Fanklub ab und forderte die Behörden zur Prüfung eines Verbotes auf.

Den bevorstehenden Wechsel zum FC Arsenal wollte Podolski weiter nicht bestätigen: „Jede Zeitung, jeder Fernsehsender ist hinter mir her und wartet auf eine exklusive Meldung. Wenn es etwas zu verkünden gibt, dann werde ich mich schon selber zu Wort melden.“ Auch einen Medizincheck, den am Donnerstag laut Bild-Zeitung Ärzte aus London in Köln vorgenommen haben sollen, soll es in der üblichen Form nicht gegeben haben: „Ich kann das nicht zu 100 Prozent bestätigen“, sagte Podolski, der aber zugab, dass er vor einigen Wochen mit Nationalmannschaftskollege Per Mertesacker vom FC Arsenal Kontakt hatte.

Der Wechsel des Kölner Publikumslieblings zum 13-maligen englischen Meister Arsenal ist praktisch fix, angeblich sollen sich die Vereine schon in der vergangenen Woche auf eine Ablöse von 13 Millionen Euro geeinigt haben. Es fehlen nur noch die Unterschrift und die Verkündung.

SID

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