Schick oder albern?

"Fan-Too": Der Trend zum Überziehen

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Deutschland auf dem Arm: das Fan-Too

Stuttgart - Am Anfang wurden die Erfinder der „Fan-Toos“ ein wenig belächelt. Zugegeben, der Fanartikel der Stuttgarter WG-Freunde ist auch eher ungewöhnlich. Doch sie wurde marktreif.

Zur Europameisterschaft 2012 haben die vier jungen Männer einen schwarz-rot-goldenen Nylonstrumpf für den Arm entwickelt, der von weitem wie eine Tätowierung aussieht. Ein Sommermärchen zum Überziehen - und spurlosen Entfernen, sollte der Traum vom Titel platzen.

Mitgründer Michael Jaumann brachte die Anregung vor zwei Jahren aus dem Thailand-Urlaub mit. „Dort gibt es solche Überzieher in allen Farben und Mustern“, erzählt der 29-jährige Student. In einer feuchtfröhlichen WG-Sitzung entstand die Idee, daraus einen Fanartikel zu entwickeln. „Die ersten selbstgezeichneten Entwürfe sahen allerdings aus wie Grundschulzeichnungen“, sagt Benjamin Schiffner (26) und lacht. Mit einem Designer verfeinerten sie das Muster, ließen es vom Patentamt schützen und orderten schließlich die ersten 5000 Stück bei einem chinesischen Hersteller - aus einer Schnapsidee wurde ein Geschäftsmodell. Stückpreis: 5,95 Euro.

Jetzt sitzen die jungen Geschäftsleute in ihrer Küche und sinnieren über Vertriebswege und Absatzmärkte, die Kartons mit den „Fan-Toos“ stapeln sich zwischen Spüle und Staubsauger. Zahlreiche Tankstellen und Sportläden verkaufen die bunten Nylonüberzieher schon. Das ganz große Geschäft wittern die vier Freunde nun auf den Fanmeilen im Land.

dpa

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