Falscher Klinsi trifft für den echten

+
Bewies bei der Einwechslung von Robbie Rogers das richtige Händchen: Jürgen Klinsmann

Philadelphia - Für US-Nationalspieler Robbie Rogers war Jürgen Klinsmanns Trainer-Debüt gegen Mexiko ein besonderes Spiel. Der Ausgleichsschütze hat nämlich eine ganz spezielle Beziehung zum neuen Coach.

Den Einstand von Jürgen Klinsmann als Trainer der Fußball-Nationalmannschaft der USA wird Robbie Rogers wohl nie vergessen. Rogers, offensiver Mittelfeldspieler, erzielte beim 1:1 (0:1) gegen Mexiko nur eine Minute nach seiner Einwechslung den Ausgleich (73.) und damit den ersten Treffer in der Ära jenes Mannes, der nicht nur sein großes Vorbild ist. Klinsmann war schon Mitspieler von Rogers, Rogers hat selbst schon als „Klinsmann“ gespielt. Bis vor kurzem hatten sie allerdings ein paar Jahre lang nicht miteinander gesprochen.

Rogers stammt aus Huntington Beach südlich von Los Angeles, wo auch Klinsmann sein Zuhause hat. Rogers und Klinsmann kennen sich - und das schon ziemlich lange. Der 24 Jahre alte Mannschaftskapitän von Columbus Crew aus der nordamerikanischen Profiliga Major League Soccer (MLS) spielte im Jahr 2003 noch an der Seite des Wahl-Kaliforniers Klinsmann beim Viertligisten Orange County Blue Star. Rogers war damals 16, der bereits 38 Jahre alte Klinsmann spielte bei dem Amateurklub unter dem Pseudonym „Jay Goppingen“ in Anlehnung an seine Geburtsstadt Göppingen.

Die Kult-Trainer

Kult-Trainer! Echte Typen am Spielfeldrand

Rogers fand das damals schon deshalb „cool“, weil er auf der Playstation immer als „Klinsmann“ zockte. Umso aufgeregter war er als er erfuhr, dass sein Idol der neuer Nationaltrainer der USA wird. „Ich hoffe, ich werde die Chance bekommen, mit ihm zu arbeiten“, sagte Rogers nach der Bekanntgabe. „Ich habe eine Menge von ihm gelernt, als ich jünger war, und wenn die Jungs ihn kennen lernen, werden sie ihn mögen.“ Kuriosität am Rande: Rogers war für das Spiel in Philadelphia nur nachnominiert worden, weil Angreifer Maurice Edu kurzfristig verletzt ausgefallen war.

„Ich kenne ihn ja schon lange. Er ist ein sehr bemerkenswerter Spieler“, sagte Klinsmann nach dem Spiel über „Klinsmann“ Rogers. „Klinsmann“ wiederum hat die Bewunderung für Klinsmann nie abgelegt: Im vergangenen Jahr wechselte Rogers sogar seine Rückennummer - von 19 auf 18.

SID

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare