Fall Ballack: Seifert kritisiert Außendarstellung

+
DFL-Chef Christian Seifert bemängelt die schlechte Außendarstellung im Fall Michael Ballack.

Frankfurt/Main - DFL-Chef Christian Seifert hat die Art und Weise des unfreiwilligen Abschieds von Michael Ballack aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft kritisiert.

Der Streit zwischen Bundestrainer Joachim Löw und dem ausgebooteten Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack wirft nach Ansicht von DFL-Chef Christian Seifert ein schlechtes Licht auf den deutschen Fußball. “Ohne Schuldzuweisung: Generell war das keine gute Außendarstellung, die da von allen Beteiligten abgegeben wurde“, kritisierte Seifert am Dienstag bei der Vorstellung der Bundesliga-Spielpläne in Frankfurt am Main.

Die Eckdaten der Bundestrainer-Ära Jogi Löw

Die Eckdaten der Bundestrainer-Ära Jogi Löw

Der Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL) meinte, Ballack sei “sicherlich körperlich noch fit genug, um zehn Länderspiele im Jahr zu verkraften. Aber das ist nicht meine Entscheidung, sondern die von Joachim Löw.“

Nach der durch Löw am vergangenen Donnerstag verkündeten Ausmusterung hatte Ballack den Bundestrainer heftig kritisiert und das ihm angebotene Abschiedsspiel gegen Brasilien am 10. August in Stuttgart als “Farce“ bezeichnet. In den Streit hatte sich zuletzt sogar DFB-Präsident Theo Zwanziger als Vermittler eingeschaltet. Bisher sind die Fronten zwischen Ballack und Löw aber weiter verhärtet.

Vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) gab es am Dienstag zum Thema nichts Neues, obwohl Verbandschef Zwanziger in Berlin öffentlich aufgetreten war: “Wir möchten die Pressekonferenz heute im Zeichen der Frauen-Weltmeisterschaft, im Zeichen unserer Mannschaft führen. Aktuelle Fragen zu anderen Themen, die gerade öffentlich diskutiert werden, würden wir ganz gerne außen vor lassen“, erklärte DFB-Sprecher Ralf Köttker bei der Pressekonferenz zur Frauenfußball-WM in der Hauptstadt. “Ich bitte Sie aus zwei Gründen: Erstens ist von DFB-Seite alles zu dem anderen Thema gesagt. Zweitens aus Respekt für die Spielerinnen und das Turnier, das jetzt ansteht“, sagte Köttker zu den Medienvertretern.

dpa

Kommentare