Fäkalien-Würfe im Stadion: Overath entsetzt

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Wolfgang Overath ist entsetzt

Köln - Einige wenige Hooligans haben mit unvorstellbaren Ekelattacken den Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln in Misskredit gebracht. Wolfgang Overath zeigt sich entsetzt.

Die Gelsenkirchener Polizei ermittelt gegen einige Anhänger der Geißböcke wegen schlimmer Fäkalienangriffe. Die Ultras haben nach Angaben der Sicherheitskräfte während des Punktspiels zwischen Schalke 04 und Köln am vergangenen Samstag (5: 1) mit Urin und Kot gefüllte Becher in andere Fanblöcke geworfen. Nicht nur Schalker, sondern auch Kölner Anhänger seien davon getroffen worden. Als Beweis dienen der Polizei Video-Aufnahmen, wodurch die Täter identifiziert wurden.

Demnach gibt es einen Zeugen, der beobachtete, wie eine Person Kot in einen Bierbecher legte und Richtung Schalke-Block schleuderte. Auch zwei mit Urin gefüllte Bierbecher seien auf die Schalker Fans geworfen worden.

Kölns Präsident Wolfgang Overath zeigte sich erschüttert vom Verhalten dieser sogenannten FC-Fans und verurteilte den Vorfall aufs Schärfste. „Das sind keine Fußballfans, diese Menschen haben kein Interesse am Sport und haben deshalb auch nichts in den Stadien zu suchen“, sagte der Weltmeister von 1974 dem Sport-Informations-Dienst (SID).

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Overath weiter: „Man kann das gar nicht nachvollziehen, dass der Fußball für solche unfassbaren Aktionen missbraucht wird. Da müssen sich der Deutsche Fußball-Bund und natürlich wir als Vereine Gedanken machen, wie es zu solchen Auswüchsen kommen kann.“ Der FC-Boss machte aber auch deutlich, dass es sich nur um wenige Personen handelt, die den Fußball und in diesem Fall speziell dem 1. FC Köln Schaden zufügen.

„Das geht gar nicht und ist durch nichts zu entschuldigen. Die Täter müssen bestraft werden und auch mit einem Stadionverbot belegt werden“, sagte auch Kölns Fanbeauftragter Rainer Mendel dem SID. Es dürfe bis zu einer endgültigen Klärung jedoch keine Vorverurteilung geben. Nach Informationen von Mendel sind zwei Verdächtige festgenommen worden.

Laut eines Berichts der Kölnischen Rundschau waren zudem Mitglieder der Fangruppierung „Wilde Horde“ bereits vor dem Anpfiff negativ aufgefallen. Sie hätten Polizisten mit Flaschen und anderen gefährlichen Gegenständen beworfen. Auf dem Weg zur Schalke-Arena wurden zudem in Bahnen Scheiben zerstört. Polizisten hätten anschließend Pfefferspray und Schlagstöcke eingesetzt, um die Situation zu beruhigen.

Die Polizei geht mittlerweile davon aus, dass die Täter den Gruppierungen „Wilde Horde“ und „Boys“ angehören. Auf seiner Homepage hatte sich der Klub schon vor Saisonbeginn von den gewalttätigen Mitgliedern der „Wilden Horde“ distanziert.

sid

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