Verrückte Tanz-Einlage in der Kabine

FA-Cup-Sieger mit Chelsea: „Man of the Match“ Antonio Rüdiger zeigt seine Tanz-Skills

Der deutsche Nationalspieler Rüdiger war beim 1:0-Pokalsieg seines FC Chelsea gegen Manchester United bester Spieler - und zeigt auch beim Feiern, was er kann.

London - Antonio Rüdiger tanzte während der Siegerehrung und tanzte wild in der Kabine: Der deutsche Fußball-Nationalspieler gehörte beim FA-Cup-Sieg seines FC Chelsea nicht nur wegen seiner Jubel-Einlagen zu den auffälligsten Spielern. Der zum vorläufigen WM-Kader zählende Ex-Stuttgarter überzeugte beim 1:0-Erfolg am Samstag im englischen Pokalfinale gegen Manchester United in der Abwehr und wurde zum Man of the Match gewählt. Und nicht nur auf dem Rasen überzeugte er: Ein von ihm getwittertes Jubel-Tanz-Video aus der Kabine erreichte bereits 229.000 Aufrufe.

„Mein erster Titel in meinem ersten Chelsea-Jahr. Ich bin sehr glücklich“, sagte Rüdiger nach dem Triumph im Londoner Wembley-Stadion. Eden Hazard verwandelte in der 22. Minute einen Foulelfmeter und sorgte somit für den achten Pokalsieg der Blues. „Gerade nach so einer Saison ist es enorm wichtig, einen Pokal hochzuhalten“, sagte Rüdiger. Die Leistung dürfte auch Bundestrainer Joachim Löw zur Kenntnis genommen haben, der beim DFB-Pokalfinale in Berlin sah, wie der FC Bayern mit den Innenverteidigern Mats Hummels und Niklas Süle 1:3 gegen Eintracht Frankfurt verlor.

„Die Chelsea-Fans lieben ihn“

In den englischen Medien bekam Rüdiger für seinen Auftritt durchweg Bestnoten. „Die Chelsea-Fans lieben ihn, und jeder konnte sehen, warum. Dominant und stark“, schrieb die BBC. „Überzeugend und aggressiv. Der deutsche Verteidiger genoss seine Nominierung und lieferte eine starke Leistung in Chelseas Abwehr“, lobte ihn „The Telegraph“. Die „Daily Mail“ schrieb: „Es war sein bestes Spiel im Chelsea-Trikot.“

Nicht nur der Deutsche stand im Mittelpunkt, auch Chelsea-Trainer Antonio Conte konnte tief durchatmen. Der umstrittene Italiener gewann das Duell gegen den nicht gerade geliebten United-Trainer José Mourinho und betrieb in seinem womöglich letzten Auftritt als Chelsea-Coach viel Eigenwerbung. „Nach zwei Jahren kennt mich der Club. Wenn sie weiter mit mir arbeiten wollen, wissen sie, was sie an mir haben. Ich kann mich nicht ändern“, sagte Conte, der nach der Meisterschaft im vergangenen Jahr auch in seiner zweiten Spielzeit in England einen Titel holen konnte.

Mourinho gratuliert und schmollt

Doch nach dem Verpassen der Champions-League-Ränge in der Premier League und dem Dauerstreit mit den Chelsea-Verantwortlichen hat Conte schlechte Karten, da ändert auch der Pokalsieg nichts. „Ich bin der Erste, der jede Entscheidung akzeptiert. Nach diesen beiden Jahren werde ich den Club, die Farben, die Fans immer lieben, auch wenn wir irgendwann getrennte Wege gehen werden“, betonte der frühere italienische Nationaltrainer, der bei den Blues noch einen Vertrag bis 2019 besitzt.

United-Trainer Mourinho gratulierte seinem Widersacher nach dem Abpfiff artig, doch der Portugiese meinte nach der ersten Finalniederlage als Trainer eines englischen Clubs auch: „Wir hätten den Sieg verdient gehabt.“ Doch der exzentrische Startrainer war an diesem Abend nur eine Randfigur.

dpa

Rubriklistenbild: © Twitter Antonio Rüdiger

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