Ex-Schiedsrichter Hoyzer stottert Strafe ab

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Robert Hoyzer vor Gericht

Berlin - Der einstige Skandal-Schiedsrichter Robert Hoyzer zeigt sich reumütig. Die erste Rate der Strafe aus der Schadenersatzklage des DFB hat er angeblich bereits überwiesen.

Der 32-Jährige hat zum Jahreswechsel die erste Rate der Strafe aus der Schadenersatzklage des DFB über 8400 Euro ordnungsgemäß überwiesen. Das berichtet die Sport Bild unter Berufung auf Hoyzers Anwalt.

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Der Berliner Unparteiische hatte 2004 mehrere Spiele manipuliert und dafür 600.000 Euro kassiert. Das Berliner Landgericht verurteilte ihn zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und fünf Monaten. Seit 2008 bemüht sich Hoyzer um eine Rückkehr ins normale Leben. Er arbeitet bei einer Online-Medien-Agentur, spielt Fußball in der Landesliga und will demnächst heiraten.

Hoyzer und der DFB hatten sich im Rahmen der Schadenersatzklage im Anschluss an das Strafverfahren auf einen Vergleich geeinigt. Demnach muss der ehemalige Schiedsrichter 15 Jahre lang jährlich 8400 Euro bezahlen, um die Schadenssumme von 126.000 Euro zu begleichen.

Der Schaden für den deutschen Fußball war erheblich größer. Allein der Hamburger SV bekam eine Entschädigung von zwei Millionen Euro für die DFB-Pokal-Pleite gegen Paderborn 2004 (2:4). Der DFB akzeptierte jedoch die Schadenssumme unter gewissen Voraussetzungen. So darf Hoyzer keinen Nutzen aus dem Skandal ziehen, indem er sich etwa an einer Verfilmung seines Falles beteiligt. Auch darf er gegenüber dem DFB kein Wissen verbergen.

sid

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