Er verlor den Kampf gegen Leukämie

Ex-Hertha-Profi Alves tot: "Heldenhaft gekämpft!" 

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Alex Alves wurde nur 37 Jahre alt. Er starb an Leukämie.

Sao Paulo - Der frühere Bundesligaprofi Alex Alves ist tot. Der ehemalige Angreifer von Hertha BSC Berlin starb am Mittwochmorgen im Alter von nur 37 Jahren an den Folgen einer Leukämie-Erkrankung.

Der ehemalige Hertha-Stürmer Alex Alves ist im Alter von 37 Jahren in seiner Heimat Brasilien gestorben. Der Fußballer war an Leukämie erkrankt. Der Tod sei am Mittwochfrüh um 8.40 Uhr (Ortszeit) eingetreten, bestätigte eine Sprecherin des Hospitals Amaral Carvalho in dem Ort Jaú (Bundesstaat São Paulo). Alves hinterlässt Ex-Frau Nadya Franca und Tochter Alexandra.

Der Hämatologe des Krankenhauses, Mair Pedro de Souza, sagte dem Internetportal globoesporte.com: „Er hat heldenhaft gekämpft und in allen Aspekten mitgearbeitet, aber es gab viele Schwierigkeiten.“ Eine Transplantation sei zwar erfolgreich gewesen, das Knochenmark habe sich erholt, „doch es war zugleich die Ursache dafür, dass der Körper es wieder abstieß“.

Hertha trauert um den ehemaligen Stürmer. „Ich bin total erschüttert. Wir Herthaner hatten alle gehofft, dass sich der Zustand durch die Stammzellenbehandlung bessert und er diese schwere Situation übersteht“, sagte Herthas Geschäftsführer Michael Preetz auf der Vereinshomepage. „Unsere Gedanken sind bei seiner Familie.“

Bei Alves, der von 2000 bis 2003 für Hertha spielte, war vor längerer Zeit Blutkrebs diagnostiziert worden. Seit Oktober lag er im Krankenhaus. Ein Bruder hatte ihm Knochenmark gespendet - vergeblich.

Zuletzt hatte Hertha BSC angekündigt, die Medaille zu versteigern, die Alves im Jahr 2000 für das „Tor des Jahres“ bekommen hatte. Alves, der als exzentrischer Profi galt, hatte in der Bundesliga gegen den 1. FC Köln beim 4:2-Sieg nach einem Gegentor vom Anstoßpunkt weg getroffen. Der frühere Berliner sei „völlig verarmt“, hieß es in einer Hertha-Erklärung aus der vergangenen Woche.

Alves hatte bei seinem Abschied von Hertha 2003 dem persönlichen Betreuer Heinz Kressin die Original-Medaille der ARD-Sportschau für das Tor des Monats, welches auch Tor des Jahres wurde, geschenkt. Jetzt stellt Kressin das Erinnerungsstück zur Verfügung.

Der Brasilianer war für 7,5 Millionen Euro Ablöse im Jahr 2000 von Belo Horizonte nach Berlin gekommen und ging als bis dahin teuerster Transfer in die Hertha-Historie ein. Er erzielte in 81 Partien 25 Tore für den Hauptstadtclub, geriet aber vor allem wegen seiner wiederholten Eskapaden in die Schlagzeilen. Mehrmals stoppte ihn die Polizei beim Fahren ohne eine gültige Fahrerlaubnis. Im Jahr 2002 erschien mit einem weißen Pelzmantel auf der Hertha-Weihnachtsfeier.

2003 flüchtete er dann ein Jahr vor Vertragsende aus Berlin in seine Heimat. Dort fand er wegen Übergewichts jedoch nie wieder zu seiner Top-Form. Nach Brasilien zurückzukehren bezeichnete er einmal als „schlimmste Entscheidung für meine Karriere“. Alves beendete 2009 seine sportliche Laufbahn bei Griechenlands Zweitligist Kavala.

sid/dpa

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