Schiedsrichter bestraft harmlose Schalker

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Schalkes Joel Matip (r) sah nach einer Notbremse an Luuk de Jong (l) Rot.

Enschede - Der FC Schalke 04 muss nach einer krassen Fehlentscheidung des Schiedsrichters um den Einzug ins Viertelfinale der Europa League bangen.

Schalke 04 droht nach einer Fehlentscheidung des Schiedsrichters der K.o. in der Europa League. Der DFB-Pokalsieger verlor durch einen unberechtigten Foulelfmeter von Luuk de Jong in der 61. Minute das Achtelfinal-Hinspiel beim niederländischen Vizemeister Twente Enschede äußerst unglücklich mit 0:1 (0:0). Dennoch besteht für Schalke beim Rückspiel am kommenden Donnerstag in der heimischen Veltins-Arena noch eine reelle Chance, zumal dann möglicherweise unter anderem auch der zurzeit angeschlagene Top-Torjäger Klaas-Jan Huntelaar wieder dabei ist.

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Die Gastgeber profitierten von einem Blackout des schottischen Unparteiischen Craig Thomson, der nach gut einer Stunde auf den Punkt zeigte, nachdem de Jong im Laufduell mit Joel Matip zu Fall kam. Unabhängig davon, dass sich diese Szene außerhalb des Strafraums abgespielt hatte, war Matip völlig schuldlos. Der Schalke-Verteidiger, der zu allem Überfluss noch die Rote Karte erhielt, hatte seinen Gegenspieler, der über die eigenen Beine gestolpert war, gar nicht gefoult..

Unter dem Strich schlitterte Schalke, das erstmals nach neun Spielen wieder ein Europacupmatch verlor, durch die dritte Niederlage in Folge aber vor dem Heimspiel gegen den Hamburger SV in die Krise. Denn auch vor dem Aussetzer des Referees und seiner Assistenten hatte Schalke nicht zu überzeugen vermocht.

Schalkes Sportdirektor Horst Heldt war kurz nach dem Abpfiff außer sich. „Jeder sieht, dass der über seine eigenen Beine fällt, aber da stehen drei Pappnasen draußen. Dazu gibt es noch einen Torrichter - ich weiß gar nicht, was der macht. Das ist wohl Beschäftigungstherapie. Das macht keinen Spaß, wenn man so Amateure am Rand stehen hat. Das ist eine Vollkatastrophe, und dann beschweren die sich noch, dass wir uns darüber aufregen“, sagt der Ex-Profi kurz nach dem Abpfiff bei Sky.

Den besseren Start hatte der zweimalige niederländische Champion, der seit Jahresbeginn wieder vom ehemaligen Wolfsburger Trainer Steve McClaren betreut wird. Die Gastgeber dominierten die ersten 20 Minuten und hatten auch die erste gute Möglichkeit, als der agile Nacer Chadli in der 13. Minute mit einem Kopfball an 04-Torwart Timo Hildebrand scheiterte.

Schalke kam aber vor 30.000 Zuschauern nach und nach besser ins Spiel und verbuchte in der 24. Minute selbst eine hervorragende Gelegenheit. Doch Jermaine Jones fehlte nach gelungenem Doppelpass mit Chinedu Obasi die letzte Konsequenz beim Abschluss. Zweimal Leroy Fer und erneut Chadli brachten anschließend aber noch einmal das Schalker Tor in Gefahr.

Auch im zweiten Durchgang agierte das Team von Trainer Huub Stevens äußerst verhalten. Vor allem in der Offensive lief nicht viel zusammen. Raul, Ciprian Marica und Obasi konnten die Twente-Abwehr nicht vor große Probleme stellen. Auf der Gegenseite wirkte die Gästeabwehr alles andere als sattelfest bei den Angriffen des Tabellenzweiten der niederländischen Ehrendivision. In Unterzahl war Schalke dann nur noch um Schadenbegrenzung bemüht und hatte Glück, dass es beim 0:1 blieb.

Beste Schalker, bei denen neben Huntelaar auch Benedikt Höwedes, Christoph Metzelder, der gelbgesperrte Jefferson Farfan sowie der nicht spielberechtigte Teemu Pukki fehlten, waren Hildebrand und Jones. Bei den Hausherren, bei denen der frühere Schalker Publikumsliebling Youri Mulder als Trainerassistent auf der Bank saß, waren Peter Wisgerhox und de Jong die auffälligsten Akteure.

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