Europa-League-Auslosung

Das sind die Gegner des Bundesliga-Quartetts

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Vedad Ibisevic trifft mit seinem VfB auf Kopenhagen, Molde und Bukarest.

Monte Carlo - Losglück für Stuttgart, Leverkusen, Gladbach und Hannover: Die vier Klubs aus der Bundesliga stehen in der Gruppenphase der Europa League vor lösbaren Aufgaben.

Auf ihrer Fußball-Reise kreuz und quer durch Europa müssen die vier Bundesliga-Clubs vor keinem Zwischenstopp große Angst haben. Attraktive und lösbare Aufgaben erwischten Borussia Mönchengladbach, Bayer Leverkusen, Hannover 96 und der VfB Stuttgart am Freitag bei der Auslosung zur Gruppenphase der Europa League im Grimaldi Forum von Monte Carlo. Am schwierigsten dürfte der Weg in die K.o.-Runde für Mönchengladbach werden. Olympique Marseille, Fenerbahce Istanbul und AEL Limassol sind die Kontrahenten für den Bundesliga-Vierten der Vorsaison in der Gruppe C.

Deutlich leichter ist das Los für den VfB Stuttgart. In Gruppe E warten der FC Kopenhagen, Steaua Bukarest und Molde BK. Richtige Kracher zogen die Glücksfeen Radamel Falcao und Patrick Kluivert auch für Bayer Leverkusen nicht aus den Lostöpfen. Metalist Charkow, Rosenborg Trondheim und Rapid Wien sollten für der Werksclub in der Gruppe K kein zu großes Hindernis sein.

In Hannover lösten die Gegner Twente Enschede, UD Levante und Helsingborg IF fast schon routinierte Europa-League-Reaktionen aus. „Ich finde, das sind interessante Herausforderungen und schöne Reisen für unsere Fans“, sagte Sportdirektor Jörg Schmadtke. „Levante ist spielstark, bei Twente erwartet uns ein Hexenkessel und Helsingborg ist sehr robust“, warnte er aber vor Leichtsinn in der Gruppenphase, die am 20. September beginnt und am 6. Dezember beendet ist.

Bei Bayer Leverkusen stellt man sich angesichts der Reisen nach Norwegen (Trondheim) und in die Ukraine (Charkow) auf einen kalten Fußball-Herbst ein. Besondere Freude löste bei Sportdirektor Rudi Völler der österreichische Kontrahent aus. Noch nie hat Leverkusen gegen Rapid Wien gespielt. Das Ziel in Gruppe K ist klar: „Unser Anspruch ist, die nächste Runde zu erreichen. In anderen Gruppen sind andere Kaliber. Wir müssen unsere Hausaufgaben machen“, sagte Völler.

Auch in Stuttgart herrschte Zuversicht. „In der Gruppe, ganz klar, da wollen wir weiterkommen“, sagte Sportdirektor Fredi Bobic. Ex-Nationalspieler Serdar Tasci bekräftigte: „Als Ziel müssen wir uns da auf jeden Fall den Gruppensieg setzen, wenn man sich die Gegner anschaut. Wir wollen so weit kommen, wie es geht“, sagte Tasci - am liebsten natürlich bis ins Finale am 15. Mai in Amsterdam.

Nach der knapp verpassten Champions-League-Qualifikation war Gladbach nach 16 Jahren Europacup-Abstinenz als schlechtestes deutsches Team in Topf drei eingruppiert - und erwischte somit die vermeintlich härtesten Gegner. Marseille und Fenerbahce kommen mit Königsklassen-Erfahrung in den Borussia-Park.

Bange machen gilt aber nicht: „Olympique Marseille ist ein Traditionsverein aus Frankreich mit internationalem Renommee. Das wird eine große Aufgabe für uns. Ich denke aber, dass wir sportlich dagegen halten können. Bei Fenerbahce Istanbul wird uns ein Hexenkessel erwarten“, sagte Sportdirektor Max Eberl. „Wichtig wird sein, die Heimspiele erfolgreich zu bestreiten, aber auch in Istanbul wollen wir bestehen. Und Limassol ist die Unbekannte der Gruppe.“

Immerhin vermieden die Gladbacher ganz große Namen wie Inter Mailand oder den FC Liverpool. Härter als alle deutschen Clubs traf es Nationalstürmer Miroslav Klose. Mit Lazio Rom spielt er gegen Tottenham Hotspur, Panathinaikos Athen und NK Maribor in einer der schwersten Gruppen.

An die dicken Geldtöpfe der Champions League kommen die Europa-League-Clubs nicht. Dennoch ist auch im kleinen Europacup Geld zu verdienen. 208,75 Millionen Euro fließen von der UEFA an die 48 Vereine. 1,3 Millionen Euro beträgt das Startgeld. Pro Sieg gibt es 200 000 Euro, pro Remis 100 000. Mit speziellen Bonifikationen kann der Europa-League-Sieger fast zehn Millionen Euro einstreichen.

dpa

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