Deutsche Teams hoffen auf guten Start

Europa League: Favre rotiert, Labbadia pokert

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Bruno Labbadia

München - Leverkusen, der VfB Stuttgart und Mönchengladbach brauchen in der Europa League dringend ein Erfolgserlebnis, einzig Hannover 96 startet mit starken Bundesliga-Leistungen im Rücken in die Gruppenphase.

Eine glänzende Europacupnacht als Frustbewältigung: Für drei der vier deutschen Europa-League-Starter gilt es in den Auftaktspielen zur Gruppenphase am Donnerstag, den schwachen Bundesligastart vergessen zu machen. Bayer Leverkusen gegen Metalist Charkow, der VfB Stuttgart bei Steaua Bukarest und das in der Champions-League-Qualifikation gescheiterte Borussia Mönchengladbach bei AEL Limassol brauchen dringend ein Erfolgserlebnis, einzig Hannover 96 reist mit starken Bundesliga-Leistungen im Rücken zu Twente Enschede.

„Die Europa League ist ein ganz anderer Wettbewerb als die Bundesliga, also wird es auch ein ganz anderes Spiel. Wir sind dabei, uns als Mannschaft zu entwickeln und zu finden. Ein Sieg auf Zypern wäre natürlich eine sehr gute Ausgangsposition“, sagte Mönchengladbachs Sportdirektor Max Eberl vor dem Abflug zum Gastspiel auf Zypern (19.00 Uhr/Sky).

Trainer Lucien Favre sorgte allerdings für eine Überraschung und ließ die Stammspieler Filip Daems, Juan Arango und Luuk de Jong zu Hause. „Wir müssen bei diesem Rhythmus, den wir haben, die Belastung verteilen. Wir können nicht mit zwölf bis 13 Spielern durch die Saison gehen“, sagte der Schweizer. Sein Pflichtspiel-Debüt für die Borussia könnte indes Peniel Mlapa, der sich in der Saisonvorbereitung verletzt hatte, feiern.

Der Werksklub aus Leverkusen geht hochmotiviert in die Partie gegen die Ukrainer (21.05 Uhr/Sky), denn nach der desolaten Vorstellung beim 0:3 am vergangenen Samstag in Dortmund ist Wiedergutmachung angesagt. „Für die Leistung können wir uns nur entschuldigen. Das darf nicht wieder vorkommen“, sagte Nationalspieler Lars Bender.

Allerdings ist der Gegner nicht von Pappe. „Das ist eine spielstarke Mannschaft mit einigen Brasilianern und Argentiniern. Ich glaube aber, dass wir insgesamt eine höhere Qualität haben und diese den Ausschlag gibt“, sagte Offensivspieler Andre Schürrle, dessen Team mit drei Punkten aus drei Spielen in der Bundesliga weit hinter den eigenen Erwartungen zurückgeblieben ist.

Für Stuttgart soll der in der Liga gesperrte Torjäger Vedad Ibisevic nach nach nur einem Punkt aus drei Spielen die Trendwende einleiten. Der Bosnier brennt auf seinen ersten Einsatz für die Schwaben (19.00 Uhr/Sky). „Ich verspüre große Lust auf die Partie, erst recht nach meiner Sperre“, sagte er.

Trainer Bruno Labbadia pokerte allerdings am Mittwoch noch und wollte sich nicht auf Ibisevic festlegen. Er habe „seine Vorstellungen“, sagte er, wolle aber das „Training abwarten.“ Ibisevic sei „sicher kein unwichtiger Spieler“, der „Impulse“ geben könne, fügte Labbadia hinzu. Aber auch der 28-Jährige sei von der Mannschaft abhängig.

Dabei hatte Ibisevic in der Qualifikation gegen Dynamo Moskau alle drei Tore erzielt, ohne ihn wäre der VfB womöglich gar nicht in der Gruppenphase. Beim 0:0 gegen Düsseldorf am Samstag wurde deutlich, dass der VfB den Ausfall des Mittelstürmers offenbar nicht kompensieren kann. Cacau blieb als Ersatz wirkungslos. Eventuell verzichten müssen die Schwaben auf Kapitän Serdar Tasci, der an Oberschenkelproblemen laboriert. „Er steht auf der Kippe“, sagte Labbadia.

In Hannover warnt 96-Manager Jörg Schmadtke trotz des starken Saisonstarts mit sieben Punkten und im Schnitt drei erzielten Toren pro Partie vor dem Duell mit den starken Niederländern (21.05 Uhr/Sky und Kabel eins): „Das wird ein hartes Stück Arbeit“, sagte Schmadtke vor dem Prestige-Duell gegen Twente, das mit fünf Siegen einen Traumstart in die Saison hingelegt hat.

Trotzdem geht „96“ mit einer breiten Brust in die Partie gegen Twente. Nach dem Viertelfinal-Einzug im Vorjahr ist das Ziel klar definiert. „Wir hoffen, dass wir ähnlich gut reinkommen wie im letzten Jahr und uns weiterentwickelt haben. Wir wollen einen von den ersten zwei Plätzen und im Europacup überwintern“, sagt Stürmer Jan Schlaudraff.

sid

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