Eto'o-Wechsel zu Krösus-Klub Anschi perfekt

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Samuel Eto'o

Moskau - Der Wechsel von Samuel Eto'o von Inter Mailand zum russischen Verein Anschi Machatschkala ist perfekt. Die finanziellen Eckdaten sind schwindelerregend.

Der 30 Jahre alte Stürmer erhalte bei dem von Milliardär Sulejman Kerimow unterstützten Verein aus der Konfliktrepublik Dagestan im Nordkaukasus einen Dreijahresvertrag. Das teilte Anschi am Dienstag auf seiner Internetseite mit. Eto'o soll bereits am kommenden Samstag im Auswärtsspiel beim FK Rostow für seine neue Mannschaft spielen.

Nach Angaben der russischen Zeitung “Sport Express“ zahlt der Club 21 Millionen Euro Ablöse an Inter, davon sechs Millionen im kommenden Jahr. Eto'os Jahresgehalt betrage mehr als zehn Millionen Euro im Jahr. Zuvor hatten Medien übereinstimmend von rund 30 Millionen Euro Ablöse und einem Vertragsangebot in Höhe von 20 Millionen Euro je Saison berichtet. Damit wäre der Angreifer, der früher auch für den FC Barcelona spielte, der bestbezahlte Spieler der Welt.

An diesem Mittwoch werde Eto'o noch einen Medizintest absolvieren, hieß es. Derzeit steht Anschi auf dem vierten Tabellenplatz von insgesamt 16 Teams.

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In Dagestan kommt es fast täglich zu Anschlägen islamistischer Terroristen. Die Spieler wohnen und trainieren deshalb im zwei Flugstunden entfernten Moskau und reisen nur zu den Heimpartien nach Machatschkala.

Anschi rüstet derzeit kräftig auf: Vor Eto'o holte Kerimow bereits das brasilianische Idol Roberto Carlos. Zudem kamen der russische Nationalspieler Juri Schirkow für geschätzte 15 Millionen Euro Ablöse vom FC Chelsea, der Ungar Balázs Dzsudzsák für rund 14 Millionen Euro von PSV Eindhoven sowie der Marokkaner Mbark Boussoufa für etwa 8 Millionen Euro vom RSC Anderlecht.

Interesse besteht Medienberichten zufolge auch an Russlands Superstar Andrej Arschawin (FC Arsenal) oder Bayern Münchens ukrainischem Mittelfeldspieler Anatoli Timoschtschuk. Zudem baut Kerimow in Machatschkala für angeblich 200 Millionen Euro ein neues Stadion, das internationalen Ansprüchen genügen soll.

dpa

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