DFL hält an Dialog fest

DFB ermittelt gegen Eintracht-Chaoten

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Frankfurter Krawallmacher zündeten erneut Bengalos.

Frankfurt/Main - Unrühmlicher Höhepunkt des Samstags: Frankfurter Fans zünden Bengalos und erzwingen somit eine kurzzeitige Spielunterbrechung. Der DFB will nun gegen die Täter ermitteln.

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat am Sonntag die Ermittlungen gegen Fan-Chaoten des Bundesligisten Eintracht Frankfurt aufgenommen. Dies bestätigte DFB-Mediendirektor Ralf Köttker: „Wir hoffen, dass mit Hilfe der Polizei und Vereine die Täter identifiziert werden können und auch gezielt gegen einzelne Chaoten vorgegangen werden kann.“

Frankfurter Rowdys hatten durch das Zünden von Bengalos sowie von Silvesterraketen in der ersten Halbzeit für eine sechsminütige Spielunterbrechung gesorgt. FIFA-Schiedsrichter Wolfgang Stark (Ergolding) hatte beide Teams nach einer Viertelstunde Spielzeit beim Stande von 0:0 in die Kabine geschickt.

Andreas Rettig, Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL), erklärte am Sonntag in einer Stellungnahme: „Vereine und Verbände sind sich darüber einig, dass die täterorientierte Bestrafung im Vordergrund stehen muss. Mit Blick auf den begonnenen Dialog wünschen wir uns von den Fan-Organisationen, sich eindeutig gegen Gewalt und Pyro-Technik auszusprechen.“

Die DFL halte weiter am eingeschlagenen Weg von Austausch und Dialog mit den Fan-Organisationen fest. Rettig: „Die inakzeptablen Vorfälle in Leverkusen zeigen aber auch, dass es sinnvoll war und ist, sich ernsthaft mit dem Thema Sicherheit zu beschäftigen. Gewalt und Pyro-Technik haben nichts mit Fußball-Kultur zu tun. Hier muss weiter - auch und gerade vor Ort - an zielführenden Lösungen gearbeitet werden.“

Bayer-Chef Wolfgang Holzhäuser will mögliche Strafzahlungen aufgrund des Zündens von Pyrotechnik in der Leverkusener BayArena am Samstag im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (3:1) an die Anhänger der Hessen weiterleiten. „Diese Überlegungen stellen wir an. Schließlich wird es sich möglicherweise um einen fünfstelligen Betrag handeln, den wir zahlen müssen“, sagte der Sprecher der Geschäftsführung nach dem Spitzenspiel.

Bayer als gastgebender Klub wird möglicherweise vom DFB-Sportgericht zur Verantwortung gezogen, weil die Frankfurter Zuschauer die Pyrotechnik bei den Einlasskontrollen am Ordnungsdienst vorbei in die Arena schmuggeln konnten. Auch die Eintracht muss mit einer Bestrafung durch das DFB-Sportgericht rechnen.

sid

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