England zur EM - Hitzfeld mit der Schweiz raus

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Englands Nationalelf hat sich für die Europameisterschaft 2012 qualifiziert.

Baku - England hat das EM-Ticket gelöst, Frankreichs Fußballer hingegen erwartet ein “Endspiel“ um die EURO-Teilnahme. Ottmar Hitzfeld muss mit der Schweiz bei der EM zuschauen.

Am vorletzten Spieltag der EM-Qualifikation hat sich die englische Nationalmannschaft durch ein 2:2 (2:1) in Montenegro als fünftes Team nach Deutschland, Welt- und Europameister Spanien, Italien und der Niederlande das Ticket für die Endrunde gesichert. Hinzu kommen die beiden Gastgeber, die automatisch qualifiziert sind.

Frankreich hingegen muss am kommenden Dienstag im direkten Duell gegen Bosnien-Herzegowina um sein EM-Ticket kämpfen. Zwar verteidigte die “Equipe tricolore“ durch einen 3:0 (2:0)-Sieg im Stade de France in Paris gegen Albanien mit 20 Zählern Platz eins in der Gruppe D. Allerdings trennt die Franzosen nur ein Punkt von Bosnien, das einen klaren 5:0 (4:0)-Erfolg gegen Luxemburg feierte. Die beiden ehemaligen Bundesliga-Spieler Edin Dzeko (12. Minute), Zvjezdan Misimovic (15./22./Foulelfmeter) sowie Miralem Pjanic (36.) und Haris Medunjanin (51.) schossen den Sieg heraus. Für Frankreich trafen Florent Malouda (11.), Loic Remy (38.) und Anthony Reveillere (67.).

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Im Duell um den Sieg in der Gruppe F gelang Griechenland ein 2:0 (0:0)-Erfolg über Kroatien. Damit übernahmen die Griechen mit einem Punkt Vorsprung die Tabellenführung vor dem abschließenden Spieltag. Die Tore erzielten Giorgos Samaras (71.) und Theofanis Gekas (79.). Das Spiel wurde von Zuschauer-Ausschreitungen überschattet.

Ottmar Hitzfeld bleibt dagegen mit der Schweiz im kommenden Jahr nur die Zuschauerrolle. Die Schweizer blamierten sich beim 0:2 (0:0) in Wales und haben bei vier Punkten Rückstand auf Montenegro keine Chance mehr auf den zweiten Platz, der immerhin noch zu den Playoffs berechtigt. Aaron Ramsey (60./Foulelfmeter) und Gareth Bale (71.) begruben alle Schweizer Hoffnungen.

Hunterlaar erzielt Siegtreffer

Unterdessen hat die Niederlande dank Schalke-Stürmer Klaas-Jan Huntelaar die weiße Weste gewahrt. Gegen Fußball-Zwerg Moldawien erzielte Huntelaar in Rotterdam den entscheidenden Treffer zum 1:0 (1:0)-Erfolg in der 40. Minute. Ohne den verletzten Bayern-Star Arjen Robben feierten die Niederländer den neunten Sieg im neunten Qualifikationsspiel der Gruppe E.

Schweden darf sich als Zweitplatzierter hinter den Niederländern weiter Hoffnungen auf eine Teilnahme bei der Europameisterschaft im kommenden Jahr machen. Dank des 2:1 (1:0)-Sieges in Finnland sicherten sich die “Tre Kronor“ Platz zwei in der Gruppe E, der zumindest für die Play-offs berechtigt. Schweden kann sich mit seinen bisher erbeuteten 21 Zählern als bester Gruppenzweiter auch noch direkt qualifizieren.

Russland fast durch

Auf EM-Kurs befindet sich auch Russland. Dank eines 1:0 (0:0)-Sieges in der Slowakei schob sich die “Sbornaja“ in der Gruppe B mit 20 Punkten auf Platz eins. Alan Dzagoew erzielte in der 71. Minute den einzigen Treffer. Gegen Andorra dürften die Russen alles klar machen. Platz zwei belegt Irland (18), das sich 2:0 (2:0) in Andorra durchsetzte und einen Zweikampf mit Armenien (17) um den Playoff-Platz liefert.

Belgien hat im Kampf um Rang zwei wieder gute Karten. Dank des 4:1 (2:0)-Sieges in Brüssel gegen Kasachstan überholten die Belgier in der deutschen Gruppe A mit nun 15 Punkten die Türkei (14), die der deutschen Mannschaft 1:3 unterlag. Für die “Roten Teufel“ trafen Timmy Simons (40.) vom Bundesligisten 1. FC Nürnberg per Foulelfmeter, Eden Hazard (43.), der Ex-Hamburger Vincent Kompany (49.) und Marvin Ogunjimi (84.). Kairat Nurdauletow (86.) gelang durch einen verwandelten Foulelfmeter nur noch der Ehrentreffer für die Gäste. Zuvor sah der Kasache Nurtaz Kurgulin in der 59. Minute die Rote Karte.

Rückschlag für Serbien

Österreich hat in der deutschen EM-Qualifikationsgruppe A einen deutlichen Auswärtssieg ohne Wert gefeiert. Die Mannschaft von Interimstrainer Willi Ruttensteiner gewann beim von Berti Vogts trainierten Aserbaidschan mit 4:1 (1:0). Für die Österreicher trafen Andreas Ivanschitz (34.), Marc Janko (51., 62.) und Zlatko Junozovic (90.), aufseiten der Gastgeber hatte Vugar Nadyrov zwischenzeitlich zum 1:3 verkürzt (74.). Trotz des Sieges hat Österreich keine Chance mehr, sich für die EM-Endrunde 2012 in Polen und in der Ukraine zu qualifizieren.

Der bereits qualifizierte Welt- und Europameister Spanien kam in Prag gegen Tschechien zu einem ungefährdeten 2:0 (2:0)-Sieg und baute seine Führung in der Gruppe I auf 21 Punkte auf die Zweitplatzierten Tschechen (10) aus. Serbien (15 Punkte) musste in der Gruppe C beim 1:1 (1:1) zuhause gegen Tabellenführer Italien (23) einen Rückschlag im Kampf um Platz zwei hinnehmen. Den nahm Estland (16) durch ein 2:1 (0:1) in Nordirland ein.

In der Gruppe H kommt es am letzten Spieltag zu einem direkten Duell um Platz eins zwischen den beiden mit jeweils 16 Zählern punktgleichen Mannschaften von Dänemark und Portugal. Die Dänen lösten ihre Pflichtaufgabe auf Zypern beim 4:1 (4:1)-Sieg souverän, Portugal verdrängte das Team von Trainer Morten Olsen aber dank eines 5:3 (3:0)-Erfolges gegen Island von der Tabellenspitze.

dapd

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