England als Gruppensieger im WM-Viertelfinale

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Mit einem deutlichen Sieg hat England den Geheimfavoriten Japan besiegt und zieht als Gruppensieger ins Viertelfinale der Frauen-WM.

Augsburg - Ein deutlicher Sieg gegen den Geheimfavoriten Japan: Die englische Fraußenfußball-Nationalmannschaft hat als Gruppensieger das WM-Viertelfinale erreicht.

ach zuvor enttäuschenden Turnierauftritten gewann der Vize-Europameister das letzte Vorrundenspiel gegen Geheimfavorit Japan mit 2:0 (1:0). Vor 20.777 Zuschauern in Augsburg erzielten Ellen White (15.) und Rachel Yankey (65.) die beiden sehenswerten Tore, die den „Three Lionesses“ Platz eins in der Gruppe B vor Japan bescherten. Englands Gegner in der ersten K.o-Runde am Samstag ist entweder Gastgeber Deutschland oder Frankreich, die am Abend um den Gruppensieg in der Gruppe A spielten.

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Whites gefühlvoller Heber zur Führung war das Highlight einer ereignisarmen ersten halben Stunde. Nach einem Pass von Karen Carney wählte der 22 Jahre alte Blondschopf mit seiner Bogenlampe genau das richtige Mittel gegen die 1,70 Meter kleine Torhüterin Ayumi Kaihori.

Die Defensivreihen beider Teams agierten in der Folge äußerst diszipliniert und erstickten aufkeimende Torgefahr meist schon auf Höhe der Strafraumlinie. Japan, bei dem mit Kozue Ando (FCR Duisburg) und Yuki Nagasato (Turbine Potsdam) zwei aktuelle und mit Saki Kumagai (1. FFC Frankfurt) eine kommende Bundesligaspielerin in der Startelf standen, benötigte beinahe 20 Minuten, um sich von dem Schock des Gegentores zu erholen. Danach erhöhten die Asiatinnen mit kreativem und technisch ansehnlichem Spiel den Druck, ohne zu ernsthaften Torchancen zu kommen.

Diese hatte wiederum White: Ihren Fallrückzieher lenkte Ayumi Kaihori aber eben noch an die Latte (38.). Für Japan vergab die aufgerückte Rechtsverteidigerin Yukari Kinga die größte Möglichkeit (40.).

Nach dem Seitenwechsel bäumten sich die Japanerinnen gegen die Niederlage auf. Bei einer 100-prozentigen Torchance versagten Nagasato (49.) jedoch die Nerven. Besser machten es die Engländerinnen. Yankeys Lupfer über die herauseilende Kaihori brachte die Entscheidung.

Beste Spielerinnen bei England waren Torschützin White und die emsige Carney. Bei Japan überzeugten Potsdams Nagasato und Aya Miyama.

sid

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