Endspiel für deutsche U21

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Sebastian Rudy (l) und Lewis Holtby

Düsseldorf - Ein Sieg in der Schweiz muss her oder ein Remis mit mindestens zwei Toren. Dann hätten die deutschen U-21-Junioren die EM-Endrunde 2013 in Israel erreicht.

Die Last-Minute-Qualifikation der Europameister von 2009 macht Deutschlands U-21-Junioren Mut für das Finale in Luzern. Die damalige DFB-Elf hatte auf dem Weg zum Titelgewinn die Playoffs 2008 gegen Frankreich nach dem 1:1 im Hinspiel fast verspielt, ehe sich das Team beim Rückspiel in Metz durch ein Tor von Benedikt Höwedes in letzter Minute noch für die EM qualifizieren konnte. „Darauf wollen wir uns nicht verlassen“, meinte Trainer Rainer Adrion vor dem Playoff-Rückspiel gegen die Schweiz am Dienstag in der Swisspoarena in Luzern (17.30 Uhr/ARD). Aber der Optimismus beim DFB-Coach nach dem mageren 1:1 im Hinspiel ist zurückgekehrt.

„Die Enttäuschung ist verflogen“, sagte Adrion vor dem Abflug in die Schweiz am Montag. „Wir werden eine gute Leistung auf hohem Niveau abliefern müssen. Das wird ein heißer Tanz“, sagte der Coach, der mit dem Vorgänger-Jahrgang bereits die EM 2011 in Dänemark verpasst hatte. Sein Team sei auswärts bislang immer in der Lage gewesen, mindestens ein Tor zu erzielen. Stürmer Maximilian Beister, einer der Besten im Hinspiel, sieht noch alle Chancen. „Es ist noch alles drin. Wenn wir ein Auswärtstor erzielen, kommen die Schweizer ins Grübeln. Wir wollen zur EM“, meinte der HSV-Fußballprofi.

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Die Mannschaft geht nach ausgiebiger Regeneration hochkonzentriert und sehr motiviert in die Partie in der nagelneuen Swisspoarena, wo mehr als 10 000 Zuschauer die Gastgeber-Elf unterstützen werden. Schließlich kann für einen Großteil des Kaders nach der Partie die Karriere in der Junioren-Nationalelf beendet sein. „Wir wissen, dass es für einige das letzte Länderspiel sein kann. Darum wollen wir uns die Chance erhalten, bis nächsten Sommer noch einige Spiele zu machen“, sagte Kapitän Lewis Holtby.

Personell muss Adrion die Elf nach der Sperre von Abwehrchef Jan Kirchhoff verändern. Der Mainzer Innenverteidiger erhielt im Hinspiel die zweite Gelbe Karte im laufenden Wettbewerb und muss nun pausieren. Sebastian Neumann (VfL Osnabrück) oder der Dortmunder Marc Hornschuh könnten die Position übernehmen. Auch Linksverteidiger Stefan Thesker aus Hoffenheim kann innen spielen. Vielleicht plant Adrion auch im defensiven Mittelfeld eine Änderung. Dort blieb der Dortmund Moritz Leitner ebenso blass wie der offensive Holtby, der in Leverkusen nicht seinen besten Tag erwischt hatte.

Für die Schweizer, die 2011 das EM-Finale erreichten und dort gegen Spanien verloren, ist die Partie gegen die DFB-Auswahl ein Festtag. „Wir sind sicher nicht die Favoriten. Für die Schweiz ist das ein großes Spiel“, befand der zuletzt überragende Torhüter Roman Bürki. Auch im Rückspiel wird es auf die Künste des Torhüters vom Grasshopper-Club Zürich ankommen. „Wenn wir zu Null spielen, sind wir qualifiziert, deshalb wird ein stabiles Defensiverhalten wieder entscheidend sein“, meinte Josip Drmic, der am Freitag den Ausgleichstreffer erzielte.

dpa

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