EM-Ticket fast sicher: DFB-Frauen besiegen Rumänien

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Die deutschen Fußballerinnen haben im EM-Qualifikationsspiel Rumänien besiegt.

Bielefeld - Deutschlands Fußball-Frauen haben das Ticket für die Europameisterschaft 2013 in Schweden fast sicher. Das Team von Bundestrainerin Silvia Neid gewann am Donnerstag gegen Rumänien.

Die deutschen Fußball-Frauen können ihre Planungen für die Europameisterschaft im kommenden Sommer in Schweden vorantreiben. Nach dem souveränen 5:0 (3:0)-Sieg gegen Rumänien am Donnerstag in Bielefeld ist dem Titelverteidiger die direkte EM-Qualifikation praktisch nicht mehr zu nehmen. Mit dem achten Länderspielsieg in Serie baute die Auswahl von Bundestrainerin Silvia Neid die Tabellenführung in der Gruppe 2 aus und hat bei nur noch zwei ausstehenden Spielen gegen die Underdogs aus Kasachstan und der Türkei im September nun sechs Punkte Vorsprung auf Verfolger Spanien. Allerdings haben die Spanierinnen ein Spiel weniger bestritten.

Vor 8183 Zuschauern in der Schüco-Arena geriet der 12. Erfolg der deutschen Elf im 13. Spiel (ein Remis) seit dem enttäuschenden WM-Aus 2011 nie in Gefahr. Linda Bresonik ebnete bereits nach 47 Sekunden mit dem 1:0 den Weg zum hoch verdienten Sieg über die Balkan-Kickerinnen. Alexandra Popp (34./50./90. Minute) und Dzsenifer Marozsan (40.) erzielten die weiteren Treffer bei strömendem Regen.

Zwar musste Neid neben den Langzeitverletzten Kim Kulig und Nadine Angerer sowie der gesperrten Anja Mittag kurzfristig auch Lira Bajramaj und die zuletzt überragende Torjägerin Celia Okoyino da Mbabi ersetzen, doch der Favoritenrolle wurde das DFB-Team auch ohne das Quintett gerecht. Schon mit dem ersten Angriff ging der Rekord-Europameister durch Bresonik in Führung, die eine Flanke von Popp per Kopf im Tor versenkte.

In der nach der Heim-WM verjüngten Elf um Spielführerin Melanie Behringer schlüpfte die starke Marozsan in die Rolle der Regisseurin. Auf den Flügeln sollten Behringer und Bresonik für Druck sorgen und Popp in der Spitze mit Flanken füttern. Auch die hinten nicht geforderten Außenverteidigerinnen Bianca Schmidt, die nach einer Behringer-Flanke nur das Außennetz traf (26.) und Babett Peter schalteten sich immer wieder ins Angriffsspiel ein. Dennoch dauerte es bis zur 34. Minute, ehe Popp aus elf Metern nach schöner Vorarbeit der Frankfurterin Marozsan zum 2:0 traf.

Neid hatte viel Bewegung und spielerische Ideen gefordert, um den rumänischen Defensivriegel zu knacken. Und ihre Schützlinge hielten sich an die Marschroute, auch wenn der letzte Pass oft zu unpräzise kam und der Sieg letztlich sogar zu niedrig ausfiel. Nach langer Verletzungspause (Knie-Operation) fügte sich Simone Laudehr nahtlos ins DFB-Spiel ein. In der 18. Minute scheiterte die Duisburgerin jedoch mit einem Distanzschuss an der unsicheren Torhüterin Andreea Paraluta.

Auf der Gegenseite verlebte DFB-Torfrau Almuth Schult einen ruhigen Abend und wurde von den auf Konter lauernden Rumäninnen überhaupt nicht geprüft. Dafür gelang der technisch, taktisch und körperlich überlegenen DFB-Elf noch vor der Pause das 3:0. Allerdings leistete die junge Torhüterin Paraluta Mithilfe, in dem sie den glitschigen Ball beim 15-Meter-Schuss von Marozsan durch die Hände gleiten ließ.

In der zweiten Hälfte kam Innenverteidigerin Annike Krahn, die etwas überraschend nicht in der Startelf gestanden hatte, für Behringer. Dafür rückte Lena Goeßling ins Mittelfeld. Zwar übte die deutsche Mannschaft weiter Druck aus, doch mehr als das vierte und fünfte Tor durch Popp gelang trotz guter Möglichkeiten nicht mehr.

dpa

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