EM: Deutschland freut sich auf Italien

"2006 waren wir noch nicht so weit wie jetzt"

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DFB-Kapitän Philipp Lahm.

Danzig - Jetzt wissen Philipp Lahm und Co. Bescheid. Im DFB-Teamhotel Dwór Oliwski hatten Deutschlands EM-Titelaspiranten am Bildschirm den Elfmeterkrimi von Kiew verfolgt - jetzt bekommen sie die Chance zur Revanche für das WM-Aus vor sechs Jahren.

“2006 - da denkt man dran. Das war das letzte wichtige Spiel gegen Italien. Da waren wir noch nicht so weit wie jetzt“, erklärte DFB-Kapitän Lahm, der damals beim Ende des Sommermärchens wie Miroslav Klose, Lukas Podolski und Bastian Schweinsteiger mit auf dem Dortmunder Rasen gestanden hatte. “Natürlich hat man das noch im Kopf“, bemerkte der Münchner Verteidiger.

Am Donnerstag in Warschau soll es anders laufen. “Da entscheiden Kleinigkeiten, da darf man sich keine groben Schnitzer leisten“, betonte Joachim Löw. Der Bundestrainer fährt am (heutigen) Montag die Spannung wieder hoch, nachdem seine Spieler mit ihren Liebsten einen freien Sonntag genießen durften. Für den Nachmittag setzte Löw in der Vorbereitung auf den Halbfinal-Knüller gegen die Squadra Azzurra das erste Teamtraining an.

Zuvor geben Co-Trainer Andreas Köpke und Spielmacher Mesut Özil den internationalen Medien einen ersten Einblick in die Erwartungen. “Was will man mehr, als im Halbfinale einen richtigen Klassiker. Wir können uns alle freuen. Unser großes Ziel ist es, bis zum Ende dabei zu sein“, erklärte Kapitän Lahm. Allerdings: Gegen Italien hat Deutschland noch nie bei einer Welt- oder Europameisterschaft gewonnen! “Statistiken sind immer schwer zu beurteilen“, meinte Lahm.

Italien-Coach Cesare Prandelli war nach dem 4:2-Erfolg im Elfmeterschießen gegen England überglücklich: “Wir hatten Charakter und Teamgeist. Jetzt genießen wir den Sieg, dann denken wir an Deutschland.“

dpa

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