EM-Besuch: Merkel entscheidet kurzfristig

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Angela Merkel drückt dem DFB-Team so oder so die Daumen

Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ihren Besuch der Fußball-EM in Polen und der Ukraine weiter offen gelassen.

„Die Kanzlerin wird kurzfristig entscheiden, ob ihr Arbeitsplan in Berlin, in Europa und in der Welt überhaupt einen Besuch eines Spiels möglich sein lässt“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin.

Merkel wolle keine vorschnellen Entscheidungen treffen. „Im Übrigen entscheidet die deutsche Mannschaft durch ihre Leistungen darüber - bisher sind sie ja sehr gut - ob es überhaupt ein Weiterkommen gibt, was wir alle hoffen“, meinte Seibert mit Blick auf das letzte Gruppenspiel am Sonntag gegen Dänemark (ARD/20.45 Uhr).

Vor allem ein Besuch des Endspiels am 1. Juli in Kiew wäre für Merkel politisch brisant. Die Bundesregierung hat mehrfach die Ukraine für die Missachtung der Menschenrechte kritisiert. Daher ist es fraglich, ob sich die Kanzlerin bei einem Finaleinzug Deutschlands neben den jetzigen Regierungschef Wiktor Janukowitsch auf die Tribüne setzt. Auf entsprechende Fragen von Journalisten meinte Seibert: „Wenn sie dann reist, werden Sie sehen, wo sie sitzt.“

sid

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