Ukraine scheitert an Tor-Schiri

England mit Dusel, Frankreich stolpert

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Rooney köpfte das 1:0.

Donezk/Kiew - Scharfschütze Wayne Rooney und ein skandalöser „Torklau“ haben den EM-Traum der Ukraine zerstört. Gänzlich außer Form zeigte sich Frankreich gegen die Schweden.

Der Anführer der englischen Löwen, Wayne Rooney, köpfte seine Mannschaft beim 1:0 (0: 0) ins Viertelfinale gegen Italien, die „Sbirna“ dagegen ist nach einer schlimmen Fehlentscheidung wie der zweite EM-Gastgeber Polen in der Vorrunde gescheitert. Rooney, in den ersten beiden Spielen gesperrt, erzielte in der 48. Minute sein erstes EM-Endrundentor seit 2004. In Viertelfinale trifft England am Sonntag in Kiew als Sieger der Gruppe D auf die Squadra Azzurra.

Die Ukrainer kämpften nach Rooneys Tor auch mit dem Mute der Verzweiflung: Sie erzielten einen korrekten Treffer, der nicht anerkannt wurde (62.). Englands Schlussmann Joe Hart fälschte einen Schuss von Marco Devic in Richtung eigenes Tor ab, John Terry schlug den Ball erst hinter der Linie weg, doch der bestens postierte Torrichter sah es nicht - Schiedsrichter Viktor Kassai (Ungarn) ließ weiterspielen; ein Skandal, obwohl der Ukraine auch ein 1:1 nicht gereicht hätte. Eine Minute zuvor hatte Artem Milewski aus fünf Metern eine Hereingabe von Andrej Jarmolenko über das Tor geköpft (61.). Trotz des Treffers von Rooney war die Ukraine, die zum Einzug in die K.o.-Runde unbedingt einen Sieg benötigte, auch die bessere Mannschaft.

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Frankreich hat sich in die K.o.-Runde der EM gequält, ist aber für eine peinliche Vorstellung mit einem Viertelfinale gegen Weltmeister Spanien bestraft worden. Ein Traumtor von Superstar Zlatan Ibrahimovic und ein Last-Minute-Treffer von Sebastian Larsson brachten dem zweimaligen Europameister ein 0:2 (0:0) gegen die schon zuvor gescheiterten Schweden und die erste Niederlage nach 23 Spielen ein. Damit erreichten Franck Ribery und Co. nur den zweiten Platz in der Gruppe D hinter den Engländern, die mit dem 1:0 gegen die Ukraine Schützenhilfe leisteten. Keine Frage: Vor dem Viertelfinale gegen den Titelverteidiger am Samstag haben Les Bleus eine Frischzellenkur bitter nötig.

sid

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