ARD und ZDF erzielen Übereinkunft

Gemogelte Jogi-Szene: Öffentliche mit UEFA einig

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Diese eingeblendete Szene mit Jogi Löw und dem Balljungen sorgte im Nachhinein für Wirbel.

Warschau - ARD und ZDF sind mit der UEFA darin übereingekommen, dass die Kennzeichnung der Szene mit Bundestrainer Löw und einem Balljungen im EM-Spiel gegen die Niederlande als zeitversetzte Einspielung nicht ausreichend war.

Die UEFA wolle künftig während der Liveübertragungen auf derartige missverständliche Einblendungen verzichten, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung der Sender.

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„Das ZDF hat seine journalistischen Standards und wird sie auch bei der Euro 2012 weiterhin einhalten. Eine Grundlage dafür bleibt die Sensibilität des Weltregisseurs bei der Auswahl der Bilder im Stadion, dazu gehören alle Bilder mit einem Informationswert“, sagte ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz, während WDR-Chefredakteur und ARD-EM-Teamchef Jörg Schönenborn ergänzte: „Zeigen, was ist - unsere Zuschauer können sich darauf verlassen, dass wir uns auch bei der EM an diesen journalistischen Grundsatz halten. Was auch immer im Stadion passiert, berichten und zeigen wir. Entweder mit den Kameras des Weltbildes oder mit unseren eigenen.“

Beim Spiel gegen die Niederlande in Charkow (2:1) war Löw in der 22. Minute scheinbar an der Seitenlinie auf einen ukrainischen Balljungen zugegangen und hatte diesem den Ball aus dem Arm gespitzelt. Als der Junge etwas verdutzt guckte, gab es einen freundschaftlichen Klaps von Löw auf die Schulter und den Ball per Hacke zurück. Die Szene war allerdings vor dem Anpfiff aufgezeichnet worden.

sid

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