Martin Amedick leidet an Burn-out

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Marin Amedick musste sich in ärztliche Behandlung begeben.

Frankfurt/Main - Wieder ein Fall von Burn-out in der Bundesliga: Martin Amedick, Spieler bei Eintracht Frankfurt, musste sich in fachärztliche Behandlung begeben.

Innenverteidiger Martin Amedick von Aufsteiger Eintracht Frankfurt hat sich wegen eines „temporären Erschöpfungssyndroms“ in fachärztliche Behandlung begeben. Das gab die Eintracht am Mittwoch bekannt.

Der 29 Jahre alte Amedick, der schon am Dienstag beim Trainingsauftakt gefehlt hatte, ist bis auf Weiteres vom Verein freigestellt. Über die Dauer der Therapie kann derzeit keine Prognose angegeben werden. Die Ursache des Erschöpfungssyndroms ist noch unbekannt. „Wir sind uns unserer Verantwortung für die Gesundheit unserer Spieler bewusst und werden Martin Amedick nach Kräften unterstützen“, sagte der Frankfurter Sportdirektor Bruno Hübner.

Amedick war im Januar vom 1. FC Kaiserslautern zur Eintracht in die 2. Liga gewechselt. Bei den Roten Teufeln war der frühere Dortmunder, der die Pfälzer lange Zeit als Kapitän auf den Platz führte, zuvor vom damaligen Trainer Marco Kurz aussortiert worden. Bei der Eintracht unterschrieb der Abwehrspieler einen Vertrag bis 2015.

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Amedick konnte im Trikot der Frankfurter allerdings nur selten überzeugen und wirkte oftmals wie ein Fremdkörper. In den letzten Spielen der vergangenen Saison spielte der gebürtige Dellbrücker keine Rolle mehr in den Überlegungen von Trainer Armin Veh. Amedick, der sich nach Angaben von Teamkollegen zuletzt immer mehr zurückgezogen hat, galt in den vergangenen Wochen als Kandidat für einen Transfer.

Zuletzt hatten die Burn-Out-Erkrankungen von Trainer Ralf Rangnick, Torwart Markus Miller (Hannover 96), Ex-Profi Michael Sternkopf und Mike Wunderlich (FSV Frankfurt) für Aufsehen gesorgt.

Auch die Trainer Ottmar Hitzfeld und Holger Stanislawski hatten in der jüngsten Vergangenheit erklärt, dass sie erste Anzeichen der Erkrankung während ihrer Karriere verspürt hätten. Ähnlich äußerten sich Biathlon-Olympiasieger Michael Greis, der frühere Handball-Nationaltorhüter Henning Fritz und Diskus-Weltmeister Robert Harting.

SID

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