Eintracht Frankfurt droht hohe Geldstrafe

Frankfurt/Main - Fußball-Zweitligist Eintracht Frankfurt droht wegen des Spiels gegen Alemannia Aachen am Totensonntag ein Bußgeld. Wer die städtischen Ordnungshüter auf den Trichter brachte:

Da an diesem “stillen Feiertag“ Profi-Sportveranstaltungen verboten seien, dürfe das Spiel eigentlich nicht stattfinden, sagte der städtische Sportdezernent Markus Frank (CDU) am Freitag in Frankfurt. Daher begehe die Eintracht in diesem Fall eine Ordnungswidrigkeit.

Die Grüne Jugend Hessen hatte die Stadt in einem offenen Brief am Donnerstagabend auf den Umstand aufmerksam gemacht. Frank betonte, dass ein mögliches Bußgeld keinesfalls eine politische Entscheidung sei. Für die Stadt gebe es hier “überhaupt keinen Spielraum“, sagte er. Wenn Bürger sich über eine Ordnungswidrigkeit beschweren, müsse man der Sache nachgehen. Die Höhe eines möglichen Bußgeldes stehe noch nicht fest, liege aber vermutlich im vierstelligen Bereich, sagte Frank.

Im Gespräch mit hr-online sagte Frank, nach der Beschwerde der Grünen Jugend Hessen habe die Stadt sofort die Veranstalter kontaktiert. “Wir behandeln alle gleich, ob es der kleine Handwerksbetrieb ist oder die Eintracht“, wird der Stadtrat weiter zitiert.

Die Verantwortlichen von Eintracht Frankfurt entschuldigten sich für den Verstoß. Man habe den Umstand bei der Absprache der Termine mit der DFL “schlichtweg übersehen“, sagte Pressesprecher Carsten Knoop. Das Spiel werde aber in jedem Falle stattfinden, da ein Eilantrag bei der DFL auf Spielverlegung abgelehnt wurde. Der Verein werde gegebenenfalls eine Geldbuße akzeptieren.

dapd

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