Die Eintracht auf dem Weg ins Oberhaus

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Frankfurts Erwin Hoffer (M) jubelt nach seinem Tor zum 3:0 neben Mitspieler Alexander Meier (l).

Frankfurt - Eintracht Frankfurt hat sich auf dem Weg zurück an die Tabellenspitze der 2. Bundesliga nicht aufhalten lassen. Paderborn dagegen gerät ins Straucheln - und Aachen muss gegen die Drittklassigkeit kämpfen.

Mit einem hochverdienten 3:0 (3:0)-Heimsieg gegen den VfL Bochum am Freitagabend übernahm Eintracht Frankfurt vorerst wieder die Führung im Unterhaus und knackte als erster Zweitligist in dieser Saison die 60-Punkte-Marke. Für die offensiven Frankfurter, die ihr Torkonto auf 68 Treffer aufstockten und nun zwei Punkte vor Aufstiegskonkurrent SpVgg Greuther Fürth liegen, trafen Mohamadou Idrissou (18. Minute), Alexander Meier (32.) und Erwin Hoffer (35.).

Die Eintracht hatte die Partie vor 39.300 Zuschauern in einer äußerst einseitigen ersten Hälfte früh entschieden. Gegen offensiv gehemmte und defensiv unsichere Bochumer kamen die Frankfurter zu zahlreichen Torchancen.

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„Ich kann mit dem Aufstiegsgerede gar nichts anfangen“, sagte Eintracht-Trainer Armin Veh und war bemüht, keine Euphorie aufkommen zu lassen: „Fußball ist Wochengeschäft, Fußball ist Psychologie. Wir müssen weiter hochkonzentriert zur Sache gehen.“

Das Zweitliga-Überraschungsteam aus Paderborn dagegen konnte seinen Negativtrend auch in Braunschweig nicht stoppen. Nach zuletzt zwei Pleiten in Ingolstadt (0:4) und gegen Duisburg (1:2) ließen die Ostwestfalen erneut jene nachahmenswerte Unbekümmertheit vermissen, die sie überhaupt erst ins obere Tabellendrittel gebracht hatte. Im Rennen um Platz drei haben nach dem erneuten Paderborner Ausrutscher nun Fortuna Düsseldorf und der FC St. Pauli bessere Karten. “Ich traue meiner Mannschaft zu, dass sie jetzt noch mal eine Siegesserie hinlegt“, beteuerte SC-Coach Roger Schmidt.

Alemannia Aachen taumelt immer bedrohlicher der Drittklassigkeit entgegen. Das 0:1 gegen Dresden war der nächste Niederschlag für den Ex-Bundesligisten - aus den jüngsten acht Partien holte die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel nur drei Zähler. Nur in den ersten 20 Minuten bewiesen die Alemannen Zweitliga-Format, ehe sie Dresdens Torjäger Zlatko Dedic (59.) schockte. Kurz vor Schluss vergab Sergiu Radu die große Ausgleichschance. Der Traditionsclub verharrt damit auf dem 16. Tabellenrang, könnte am Wochenende aber sogar auf einem direkten Abstiegsplatz landen: Dann nämlich, wenn der Vorletzte aus Karlsruhe sein Heimspiel gegen Union Berlin gewinnt.

dpa/sid

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