Nach dem Wechsel zu Mainz 05

Was ist eigentlich mit Ivan Klasnic los?

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Ivan Klasnic mit seinem Trikot

Mainz - Der Wechsel von Ivan Klasnic zum FSV Mainz 05 hat im September für Aufsehen gesorgt. Seitdem ist wenig von ihm zu hören. Was ist eigentlich los mit dem Stürmer?

Der Weg zurück in die Bundesliga ist für Ivan Klasnic steiniger als erhofft. Seit der Stürmer im September als Last-Minute-Schnäppchen bei FSV Mainz 05 anheuerte, kam er nur zu einem 15-Minuten-Kurzeinsatz. Auch in der Pokalpartie gegen Zweitligist Erzgebirge Aue am Dienstagabend konnte Klasnic aufgrund einer Entzündung im Zehgelenk immer noch nicht wieder mitwirken. Grund für den verlängerten Heilungsverlauf, ist möglicherweise die transplantierte Niere des 32-Jährigen.

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„Unser Internist sagt uns, da Ivan der einzige Profi weltweit sei, der mit einer transplantierten Niere spiele, sei eine solche Verletzung anders zu beurteilen“, erklärte der Mainzer Teammanager Axel Schuster der Rhein-Zeitung. Nur eine komplett funktionierende Niere, könne den geregelten Abtransport der geschädigten Zellen vom Entzündungsherd gewährleisten. Bei Klasnic würde jede Entzündung länger brauchen, um abzuklingen. Eine medizinische Methode, den Prozess zu beschleunigen, gibt es nicht. Laut Schuster gäbe es „keinen anderen Weg, als geduldig abzuwarten“.

Seit 2005, ein Jahr nach dem sensationellen Double mit Werder, bei Klasnic erhebliche Nierenprobleme diagnostiziert wurden, ist für den Angreifer nichts mehr wie zuvor. Hinter Klasnic liegt eine Krankengeschichte, die im deutschen Fußball noch heute ihresgleichen sucht.

2007 wurde die Transplantation einer fremden Niere unumgänglich, doch Klasnics Körper stieß das von seiner Mutter Sima gespendete Organ ab. Erst die zweite Operation, anderthalb Monate später, brachte die Rettung. Diesmal war sein Vater Ivan der Spender.

Doch auch nachdem Klasnic den Weg zurück in den Profisport gefunden hatte, bestimmte die Krankengeschichte nicht nur körperlich seinen weiteren Karriereweg. Eine Schlammschlacht mit Bremens Vereinsärzten überschattete 2008 den Abgang des kongenialen Partners des Brasilianers Ailton. Klasnics Vorwurf an die Mannschaftsärzte, die Nierenerkrankung medizinisch falsch eingeordnet zu haben, mündete in einer Klage.

Nach seiner Zeit in Bremen wurde der in Hamburg geborene Kroate weder in Frankreich beim FC Nantes, noch in der englischen Premier League bei den Bolton Wanderers so richtig glücklich. Nachdem sein Vertrag in England im Sommer nicht verlängert wurde, drohte ihm gar die Arbeitslosigkeit.

„Mit Freunden“ hielt sich Klasnic in dieser Zeit in Hamburg fit. „Sie haben mir auch einen Vertrag angeboten - aber eine Kiste Bier war mir dann doch zu wenig“, sagte Klasnic bei seiner Vorstellung mit einem Augenzwinkern. Kurz vor dem Ende der Transferperiode schlugen dann schließlich die Mainzer zu.

Doch so richtig weiterhelfen konnte Klasnic seinem neuen Klub noch nicht. „Er ist am meisten davon genervt, weil er sich mehr einbringen möchte. Es tut mir leid für ihn, aber da hilft kein lamentieren“, sagte Trainer Thomas Tuchel und skizzierte den Gemütszustand seines Schützlings. Klasnic muss weiter warten.

sid

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