Was ist eigentlich Bengalisches Feuer?

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Ein Foto vom Skandal-Relegationsspiel

Berlin - Nicht erst seit der Skandalpartie in Düsseldorf spricht Fußball-Deutschland von Bengalischen Feuern. Was ist das eigentlich? Und wofür wurde es erfunden?

Flammentemperatur von mehr als 1000 Grad Celsius, extrem greller Lichtschein und eine intensive Rauchentwicklung: Nicht selten wird durch das Abbrennen Bengalischer Feuer in Fußballstadien eine Spielunterbrechung erzwungen. Dabei war der pyrotechnische Effekt, der durch eine chemische Reaktion erzeugt wird, einst zur Beleuchtung von Bauwerken und Gegenständen erfunden worden.

Die Bengalfeuer - oder kurz Bengalos - stellen für die Fans und Zuschauer eine enorme Gefahr dar, da sie während des Abbrennens nicht einfach gelöscht werden können. Nur durch ein Ersticken im Sand ist die extrem heiße Flamme in den Griff zu bekommen. Die Reste der ausgebrannten Fackeln sind noch lange nach dem Entzünden so heiß, dass bei Berührungen schwere Verbrennungen entstehen können. Auch das Einatmen des Rauchs kann gesundheitsschädlich sein. Die Färbung der Flamme ist dabei abhängig von dem verwendeten Metall, das zum Brennstoff gemischt wird.

In deutschen Sportstadien ist das Abbrennen von Bengalos durch die Stadionordnungen in den meisten Fällen untersagt. Wer dagegen verstößt, riskiert ein bundesweites Stadionverbot.

Der Name „Bengalisch“ wird von der Region Bengalen abgeleitet. Bunte Lichter beleuchteten dort in der Vergangenheit die Fürstenhöfe. Zur Erzeugung des Lichts wurden unter anderem Salpeter, Realgar und Schwefel verwendet.

sid

Irre Fan-Randale in der Relegation

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