Dresden kämpft gegen DFB-Pokal-Ausschluss

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Leider ein viel zu häufiges Bild: Dynamo-"Fans" außer Kontrolle

Dresden - Der abstiegsbedrohte Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden kämpft weiter gegen den Ausschluss aus dem DFB-Pokal für die kommende Saison.

 „Es ist richtig, wir ziehen vor das Ständige Schiedsgericht“, sagte Dynamo-Geschäftsführer Christian Müller dem SID und bestätigte damit einen Bericht der Sächsischen Zeitung: „Wir haben uns das schriftliche Urteil angesehen und denken, dass einige Dinge nicht richtig beurteilt worden sind. Wir rechnen uns Chancen aus.“ Derzeit warte der Verein auf eine Frist, bis zu der der Schriftsatz eingereicht werden müsse.

Das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hatte Anfang März eine Entscheidung des DFB-Sportgerichtes bestätigt, wonach der achtmalige DDR-Meister nach Ausschreitungen am Rande des Pokalspiels bei Hannover 96 im Oktober 2012 aus dem Pokalwettbewerb der kommenden Saison ausgeschlossen wird.

„Es ist uns sogar vom DFB-Sportgericht attestiert worden, dass sich Dynamo als Verein ordnungsgemäß verhalten hat. Wir haben trotzdem die Höchststrafe bekommen“, hatte Präsident Andreas Ritter zuletzt im SID-Interview betont. Das Ständige Schiedsgericht ist die letzte sportrechtliche Instanz, jedoch hatte Ritter auch einen Gang vor ein ordentliches Gericht offengelassen.

Nach dem Urteil hatten mehr als 500 Anhänger auf einer Versammlung ein Neun-Punkte-Programm erarbeitet, um von innen heraus „vereinsschädigendes Verhalten“ zu unterbinden. Zudem sprachen sie sich für ein weiteres Vorgehen gegen den Pokalausschluss aus.

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Auch wegen der womöglich fehlenden Pokal-Einnahmen soll der Etat der Sachsen, die am Freitag ihren 60. Geburtstag feiern, für die kommende Saison sinken. Daraufhin kritisierte Sportdirektor Steffen Menze öffentlich den Sparkurs: „Das war anders abgesprochen und ist sehr unangenehm.“

Sehr zum Ärger von Ritter. „Der Sportliche Leiter soll sich auf seinen sportlichen Bereich konzentrieren“, sagte der Präsident dem Fachmagazin kicker: „Unser Motto muss solides Wirtschaften sein, nicht das Bauen von Luftschlössern.“

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