Verletzte nach 3:0 Sieg

Dynamo-Rowdys randalieren in Kaiserslautern

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Dresdner Fans zünden in Kaiserslautern bengalisches Feuer.

Kaiserslautern - Dresdner Fans haben nach dem 3:0-Sieg des 1. FC Kaiserslautern im Stadion randaliert. Dabei wurden zwei Menschen verletzt, der Sachschaden wird auf 70.000 Euro geschätzt.

Anhänger des Fußball-Zweitligisten Dynamo Dresden haben bei schweren Ausschreitungen in Kaiserslautern erneut negativ auf sich aufmerksam gemacht. Nach dem Punktspiel beim 1. FC Kaiserslautern (0:3) randalierten Dynamo-Hooligans auf dem Messeplatz, griffen Polizisten an, beschädigten Busse und Einsatzfahrzeuge.

Ein Businsasse erlitt Schnittwunden durch herumfliegende Splitter, eine Frau einen Schock. Die Polizei bezifferte den Sachschaden auf 70.000 Euro. Fest- oder Ingewahrsamnahmen gab es offiziellen Angaben zufolge trotz der Krawalle nicht.

Im Stadion waren die Beamten bereits vor dem Anpfiff mehrfach eingeschritten und hatten eine Gruppe Dresdner zurückgedrängt, die den Nachbarblock stürmen wollte. Unmittelbar vor Spielbeginn und während der zweiten Halbzeit zündeten die nach Polizeiangaben „zum Teil äußerst aggressiven“ Dynamo-Anhänger „massiv Pyrotechnik“.

"Erhebliches Gewaltpotenzial" bei Dresdener Fans

„Es hat sich während des gesamten Einsatzes gezeigt, dass bei den Dresdnern erhebliches Gewaltpotenzial sowie ein hohes Maß an Aggressivität vorhanden waren. Deshalb war die starke Polizeipräsenz sehr wichtig“, sagte Einsatzleiter Franz-Josef Brandt.

Der FCK feierte im Freitagabendspiel der Zweiten Bundesliga vor rund 33.000 Zuschauern einen mühelosen 3:0-Sieg und darf nun weiter von der Rückkehr in die erste Liga träumen. Neuzugang Markus Karl (23.) mit einem schönen Distanzschuss, Torjäger Mohamadou Idrissou (40.) mit seinem ersten Treffer seit drei Monaten sowie der eingewechselte Erwin Hoffer (81.) erzielten die Tore für den Favoriten.

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Die akut abstiegsgefährdeten Dresdener hielten über weite Strecken der Partie gut mit, sind aber auch unter ihrem neuen Trainer Peter Pacult seit nunmehr sieben Spielen sieglos. Der Tabellen-16. war in der Offensive zu harmlos, um den FCK ernsthaft gefährden zu können.

Dynamo Dresden steht wegen seiner gewalttätigen Anhänger derzeit stark unter Druck. Im Dezember hatte das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) den Zweitligisten wegen „fortgesetzten unsportlichen Verhaltens“ seiner Anhänger für den kommenden Pokalwettbewerb gesperrt. Bereits in der vergangenen Saison hatten die Dresdner nach Ausschreitungen beim Pokalspiel in Dortmund im Oktober 2011 erst in der Berufung vor dem DFB-Bundesgericht die bislang einmalige Strafe abwenden können. Die erneute Berufung der Dresdner gegen den Pokalausschluss wurde noch nicht verhandelt.

SID/dpa

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