Duisburg stoppt den Abwärtstrend - Braunschweig siegt

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Der MSV Duisburg hat seinen Abwärtstrend durch ein Unentschieden gegen Union Berlin gestoppt.

Duisburg - Der MSV Duisburg hat seinen Abwärtstrend am achten Spieltag der zweiten Fußball-Bundesliga zumindest zeitweise gestoppt und Union Berlin ein 1:1 (0:1)-Unentschieden abgerungen.

Am Samstag sorgte John Jairo Mosquera mit seinem Treffer in der fünften Minute für die Führung der Berliner, Emil Jula glich in der 82. Minute mit einem verwandelten Foulelfmeter aus. 11.347 Zuschauer sahen über weite Strecken dominante Hauptstädter, erst nach der Pause sortierten sich die Gastgeber. Duisburg steht mit sechs Punkten trotzdem noch am unteren Ende der Tabelle, während Union mit elf Zählern im Saisonsoll ist.

Duisburg begann engagiert und spielte aggressiv nach vorne, in der Defensive herrschte aber wie so oft in der noch jungen Saison Chaos. Konsequenz: Der frühe Gegentreffer in der fünften Minute. Union konterte einen Angriff der Gastgeber, Torsten Mattuschka legte im Strafraum quer auf Mosquera, der zur Führung traf. Fünf Duisburger Spieler standen derweil völlig orientierungslos im Strafraum und ließen die beiden Berliner frei agieren. In der Folge zeigte sich die Elf von Trainer Milan Sasic verunsichert, bis auf einen Pfostentreffer von Jürgen Gjasula war Unions Führung nie in Gefahr.

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Sasics Pausenansprache zeigte Wirkung, die Zebras spielten nach dem Seitenwechsel wie ausgewechselt. Die beste Chance hatte in der 48. Minute Bruno Soares, der nach einer Ecke völlig freistehend nur knapp am Berliner Kasten vorbeiköpfte. Beide Teams lieferten sich in der zweiten Hälfte einen offenen Schlagabtausch mit vielen Chancen auf beiden Seiten - allein deren Auswertung war mangelhaft. Erst in der 82. Minute erlöste Jula die MSV-Fans durch einen verwandelten Foulelfmeter. Bitter für Duisburg: In der 90. Minute gab das Schiedsrichtergespann einen regulären Treffer von Jula wegen angeblicher Abseitsstellung nicht.

Braunschweig souverän gegen Cottbus

Eintracht Braunschweig ist am achten Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga zum fünften Sieg gekommen. Am Samstag gewann der Aufsteiger vor rund 21.825 Zuschauern im Eintracht-Stadion mit 3:1 (2:0) gegen Energie Cottbus. Die Tore für die Eintracht erzielten Dennis Kruppke (18.), Mirko Boland (38.) und Dominick Kumbela (77.), für Cottbus war Leonardo Bittencourt (76.) erfolgreich. Für die Lausitzer war es die erste Auswärtsniederlage der Zweitliga-Saison.

Nach Chancen von Martin Fenin (5.) für Energie und von Marc Pfitzner (11.) für die Eintracht in der Anfangsphase übernahmen die Gastgeber das Kommando. Dank einer starken Vorarbeit von Boland schoss Kruppke aus kurzer Distanz das 1:0. Gegen Ende der ersten Halbzeit verstärkten die Lausitzer zwar ihre Angriffsbemühungen, spielten aber nicht zwingend. Stattdessen konterten Kruppke und Boland Energie klassisch aus, Boland erhöhte auf 2:0. Die größte Cottbuser Chance durch Uwe Hünemeier macht Eintracht-Keeper Daniel Davari (45.) zunichte.

Auch nach der Pause machte die Eintracht den besseren Eindruck. Kumbela (54., 59.) und Nico Zimmermann (68.) mit einem Pfostenschuss hatten gute Möglichkeiten für die Niedersachsen. Dann konnte aber Bittencourt mit einem Schuss aus 20 Metern für die Gäste verkürzen, ehe Kumbela im Gegenzug den alten Abstand wiederherstellte. Wenig später musste Kumbela (80.) nach einem Ellenbogencheck mit Gelb-Rot vom Platz.

dapd

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